Home
Blog
Reiseroute & Berichte
Planung
Bildergalerie
Gästebuch
Kontakt
s'Deluigis
unterwegs
Blog
RSS
Leben auf der Ranch - 3. Woche
Mittwoch, 12. Oktober 2011 - 02:36

Auch wenn wir vom im Internet angekündigten "erstklassigen" Wein noch nichts getrunken, keine Aperitivs am Pool genommen und auch kein selbstgebackenes Brot bekommen haben ;-) geht es
uns jetzt ganz gut hier.

Unser mittlerweile immer grösser gewordenes Unwohlsein haben wir auf den Tisch gebracht. Auch wenn wir ganz und gar nicht gleicher Meinung sind - letztendlich sind wir froh, dass man  wieder offen und freundlich mit uns umgeht. Hört man ab und zu ein nettes, freundliches Wort ist der Tag O.K.

Und wir lernen (meist im Selbststudium) Spanisch und planen die anschliessende Reise in Argentinien. Der Bueb ärgert sich täglich über sein "Schulprogramm", das seine Eltern für ihn bereithalten :-) Aber wir kommen ganz gut voran.

D'Fätzehaar liebt es der Gastgeberin bei den täglichen Aufgaben mitzuhelfen. Sie kocht, geht mit zum Einkaufen, spielt mit der 13-monatigen Tochter der Familie. Beide Kinder füttern die Hühner, arbeiten im Garten, holen das Schaf aus dem Stall und streicheln es (leider nicht immer ganz sachte). Und sie lieben es, mit Schaf und Hund herumzurennen.



Das Huhn, dass die letzten 21 Tage auf 16 (!!) Eiern gesessen ist hat es offenbar vergebens getan: alle Eier sind verfault - die arme Henne! Schade - die Kinder hätten gerne die jungen "Bibeli" gesehen und die Henne tut uns allen richtig leid. Man hat sich sogar überlegt, wie man der Henne zu ihren Kücken verhelfen könnte... (Kücken kaufen?)

 



Ab und zu darf eines der Kinder kurz auf's Pferd. Dä Bueb hat den Gaul mittlerweile bereits ohne Führung auf die Weide zurückgebracht.
Joe hat seinen ersten "Notabstieg" vom Pferd gut überstanden. Pferd und Reiter sind wohlauf und es ist nix passiert. Ohne Sattel reiten ist halt nicht ganz so einfach... und "dä Muäder" konnte sich leider nicht überwinden, aufs Pferd zu sitzen. Seit dem "Unfall" am ersten Tag, wo d'Fätzehaar wirklich beinahe vom Pferd überrannt wurde, ist ihre Angst vor den Viechern zu gross als dass sie mit ihnen vernünftig umgehen könnte...

      



Gestern hat es endlich richtig schön geregnet hier. Jetzt hoffen wir für die Menschen hier, dass das das Ende der Trockenzeit ist, die Wasserknappheit dem Ende zugeht, der Frühling kommt und die Landschaft richtig grün wird. In der Stadt Cordoba, die in einer Art "Kessel" oder Mulde liegt und wo offenbar die Strassen keine Wasserabflüsse haben, gibts auch schon die ersten Überschwemmungen der Strassen...


Neben dem üblichen "Landleben" machen wir ab und zu einen Ausflug in die Gegend. Wir waren z.Bsp. in Jesus Maria und sind auf der längsten Plantanen-Allee der Welt gefahren.

 
15 km geht es so weiter...



Heute Sonntag wollten wir zu einem Rodeo fahren. Leider wurde es aufgrund der doch recht heftigen Niederschläge von gestern kurzfristig abgesagt. (für diese Veranstaltungen gibt es weder eine "offizielle" Ankündigung noch eine Absage)
Wir fuhren dann zum Staudamm in Rio Ceballo und einer Fischzucht etwas weiter in den Bergen.

Die Gastfamilie ist sehr musikalisch - bzw. sind Musiker. Der Gastgeber "Ri" spielt Gitarre und sein 20-jähriger Sohn Klavier. "Ri" hat uns letzte Woche an ein Klavierkonzert seines Sohnes an der Uni Cordoba mitgenommen. Er spielte fantastisch - auch wenn die Stücke sein Können nicht wiederspiegelten (Aussage seines Vaters ;-) und wir finden, dass sie für uns "einfache Leute" etwas schwer "zugänglich" waren (alles Claude Debussy - wem sagt das etwas? ;-)


Und ich frage mich, wo genau in Argentinien man jetzt eigentlich diese offenbar schönsten Männer der Welt findet... (das stand irgendwo in einer Zeitschrift. Oder war's ein Reiseführer?)

zurück in die Gegenwart: Schnelle Pferde
Montag, 10. Oktober 2011 - 04:04

Pferderennen Hipodroma Cordoba

Das erste, was uns beim Eintreten in Areal begegnete waren keine Pferde... nein - es war dieser schon fast betörende Geruch einer "Asado" (Grillade). Ziemlich unkompliziert wird hier die glühende Kohle am Boden verteilt und ganze, gutgesalzene Fleischstücke auf einem einfachen Rost grilliert. Es wird Kiloweise verkauft - dazu gibts Brot und viel Salat.



Überhaupt herrschte hier ein fröhliches, munteres Durcheinander von Menschen, Düften, ungewohnten Lauten. Es gab Verkaufsstände für uns unbekanntes Pferdezubehör oder für altes Geschirr und Spielsachen. Teilweise waren die Menschen freudig-aufgeregt, andere wirkten ziemlich abgeklärt und gelassen. Und es waren viele Menschen - viele Männer, einige Frauen und Kinder...


So - aber jetzt zu den Pferden - darum gehts ja schliesslich :-)

     

Vor jedem Rennen werden erst die Pferde und die Jockeys den Zuschauern vorgeführt. Die Pferde wirken ziemlich angespannt und nervös... Einige werden ihre "Powerdrinks" bekommen haben. 


sehen so Sieger aus?


Dann geben die routinierten Pferderennenbesucher an den verschiedenen Orten ihre Wetten ab. Wir haben nicht so genau verstanden, wie das funktioniert - sdeluigis haben also keine Wetten abgeschlossen.



auf diese beiden Pferde hat niemand gewettet... 

 

Anschliessend werden die Pferde noch ein bisschen warm gelaufen und nacheinander in ihre Startboxen gebracht.



Und dann: klar - Tor auf - los gehts!!

Bis zu 14 Pferde laufen gleichzeitig eine Strecke von bis zu 2000 m.

Die Viecher sind schon unglaublich kraftvoll. Ein wirklich schöner Anblick. Jeder Muskel der Tiere scheint austrainiert. 

Während eines Rennes wird es laut und angespannt auf der Tribüne. Beim Zieleinlauf lässt dann jeder seinen Emotionen über gewonnenes oder verlorenes Geld freien Lauf. 

Und es geht wieder los mit dem Begutachten der Pferde des nächsten Rennens.

 
Zwischen den Rennen (und das kann manchmal ganz schön lange dauern) gibts Live-Musik und Leute tanzen. Es wird gegessen, Mate-Tee getrunken, geplaudert, gesungen, gelacht, gespielt, neue Freundschaften geschlossen und alte Bekannte wiedergetroffen.

     
offenbar ein Volkstanz                                                                           mir zwei

   
            dä Bueb                                                         und                        d'Fätzehaar

    
auch hier werden die Rennen verfolgt...

 

kurzer Szenenwechsel: Maui
Freitag, 7. Oktober 2011 - 05:47

Wir schwelgen gerade in Erinnerung an die Zeit auf den Hawaiian Islands.

Also – hier nun ein möglichst kurzgehaltener Blog-Eintrag zu Maui… ;-)

Nun ja – ihr wisst es ja bereits – wir, die absoluten „Anti-Camper“ haben uns entschieden, Maui mit einem VW-Bus bzw. VW Camper zu bereisen. Das Ding stammt aus den 80-Jahren und hatte auch schon 180km auf dem Buckel. Neben den vielen km, den Bremsen, sie zeitweise etwas Mühe hatten, war auch der eingebaute Kühlschrank und die Steckdosen ausser Betrieb. 

Camping und Maui passen irgendwie nicht zusammen. Campingplätze gibt es fast nicht und das „wilde“ Campieren ausserhalb der Dörfer ist auch fast unmöglich – werden hier doch alle privaten Grundstücke eingezäunt und mit diversen, unfreundlichen Warnungen markiert.

Am ersten Abend – noch ein bisschen „blauäugig“ - versuchten wir auf einem nicht mit einer Barriere abgegrenzter Beach Park Parkplatz zu übernachten. Nach 3 Coronas (Bier) konnten wir endlich entspannt einschlafen. Das Gewecktwerden war aber umso heftiger: kurz vor Mitternacht klopfte etwas heftig an unsere Fensterscheibe, eine Taschenlampe zündete ins Innere und eine tiefe, ernste, furchterregende Stimme meinte „Polizei – bitte kommen sie sofort aus dem Fahrzeug!“ So fing es also an – die allabendliche Suche nach einem unauffälligen Schlafplatz irgendwo in einem Wohnquartier…

  
erstes BBQ am Beach (ein Einheimischer hat uns das Feuer gemacht ;-)     The happy Camping Family ;-)


Am nächsten Tag sind wir weiter nach Westen. An der Küste reihen sich erst Dörfer, die eigentlich mehr an Resorts erinnern als an Dörfer. Irgendwie „unecht“. Hier wird offensichtlich viel Geld für Gärtner ausgegeben. 


West Maui sollte man möglichst "bergseitig" umfahren...

Am späten Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg auf den Haleakala Krater. (der ja eigentlich gar kein Krater ist sondern ein von Lava aufgefülltes Tal; aber lassen wir jetzt diese Details ;-) Die Sorge, dass unser Bus die Fahrt von Meereshöhe auf etwas über 3000 m.ü.M. nicht schafft, war unbegründet. Wenn auch langsam – unser Bus kämpfte sich tapfer die aussergewöhnlich gut ausgebaute Strasse hinauf.



Auf 3000 m.ü.M. angekommen haben wir erst mal Spaghetti gekocht. Die Japaner überall um uns haben ganz schön gestaunt. Mensch - hätten wir doch ein Fondue machen sollen ;-)
Der Sonnenuntergang war einfach wunderschön!

 
Sunset @ Haleakala


sie nennen es "Adventure" - aber eigentlich fahren sie zu hunderten mit Bussen auf den Berg und fahren anschliessend ganz eng begleitet, mit Motorradhelmen und Fahrrädern wieder runter...


Die Kinder hatten etwas Mühe mit der Höhe – und es war auch wirklich empfindlich kalt da oben. Also sind wir runter zum Campingplatz auf 2000 m.ü.M. und haben da übernachtet. Wir haben trotzdem richtig gefroren und wir waren alle froh, dass wir morgens wieder ganz nach unten fahren konnten.

    
Iao-Needle                                                        Iao-Valley

Anschliessend wärmten wir unsere Glieder am Wailea-Beach noch richtig auf. Die Wellen aber waren aussergewöhnlich hoch. Es sollen die höchsten Wellen der Dekade gewesen sein - nicht mal im Winter waren die Wellen in den letzten Jahren höher. Bis 4,5 m hoch sollen sie gewesen sein. Aber obwohl wir unsere Sachen vermeintlich sicher abgestellt haben, hat eine dieser Riesenwellen unseren Rucksack erwischt. Die ganzen Sachen lagen irgendwo verstreut im Gebüsch und die Kamera war hinüber.

Am nächsten Tag sind wir los in Richtung Hana. Nicht auf dem üblichen „Touristenpfad“ (Hana-Highway) sondern wir haben die südliche Route über Kula, Uluplakua genommen. Die Strasse Nr. 31 ist zeitweise nicht asphaltiert aber auch mit unserem Camper gut befahrbar. Die Gegend hier ist sehr trocken und isoliert. Aber aussergewöhnlich schön.


Huakini Bay - hier "rumpeln" die Steine...

Weiter ging es dann durch wilde Mangobäume in der jetzt wieder tropischen, grünen Landschaft zu den Ohe’o Gulch – Aka Seven Sacred Pools. Hierbei handelt es sich um eine Serie von Wasserfällen und Pools, wo man schwimmen kann. Früher konnte man von Pool zu Pool springen – heute ist es verboten weil vor Jahren offenbar ein schlimmer Unfall passiert sei. Um von Pool zu Pool zu kommen, muss man entweder durch die Pools schwimmen (sehr kaltes Wasser) oder am Rand über die Steine klettern.

  

  

Anschliessend sind wir weiter in das „verschlafene“ Dorf Hana. Die Hauptattraktion hier fanden wir den Dorfladen. Im Hasegawa General Store findet man das wohl breiteste Angebot auf kleinstem Raum das wir je gesehen haben . Hier kauft man Wasserrohre, Nägel, Fischerstiefel, Socken, Duschvorhangringe, Gleitcreme, Gemüse, Nudeln, Sandwiches, Zeitschriften, Postkarten, Campingstühle, etc. Da muss man unbedingt hin! Am schwarzen Strand der Hana-Bay haben wir grilliert und sind dann (in der Dunkelheit der Nacht ;-) zurück an den Koki-Beach um „wild“ zu übernachten.

    
Schwarzer Sand @ Hana Bay


Tags darauf sind wir dann von Hana weiter dem berühmten Hana Highway (360) entlang zurück nach Kahului. Der Hana Highway schlängelt sich spektakulär am Fels entlang über zig Brücken vorbei an noch mehr Wasserfällen. Einige münden in Pools in denen man baden könnte. Gleich nach Hana befindet sicher der Wai’anapanapa Black Sand Beach. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher das Dorf Ke‘anae welches im Jahr 1946 von einem Tsunami fast vollständig zerstört wurde – bis auf die Kirche… die ist aus Stein und steht noch heute.

  
unheimlich gefährlich hier ;-) @ Wai’anapanapa Black Sand Beach            Lava Tube


ein ungewöhnlicher Fund



Den letzten Nachmittag und Abend verbrachten wir nochmals am Wailae Beach Park. Geschlafen haben wir dann in Kihei bevor wir am nächsten Morgen unser „liebgewonnenes“ Gefährt wieder zurückbrachten und nach Kauai weiterflogen.

 

Alle Maui-Fotos findet man hier.




Und zum Schluss noch dies:

In einem Hotel, an der Reception, in einem Gebiet, das mehrmals von Tsunamis vollständig zerstört wurde, hing dieses Schild:

       

                             :-)
die zweite Woche auf der Farm
Donnerstag, 6. Oktober 2011 - 23:58

Wir leben jetzt schon seit mehr als einer Woche auf der Farm.

Seit ein paar Tagen schwirrt hier ein Virus herum. Wir, d.h. auch die Gastfamilie - erbrechen und haben Durchfall. Alles läuft ein bisschen auf "Halbmast".
Erst hat es "Joe" erwischt - dann die Familie die hier wohnt. Mittlerweile geht es ihnen aber wieder gut. Und gestern Nacht hat d'Fätzehaar angefangen... Jetzt warten wir eigentlich nur darauf, bis "dä Bueb" auch anfängt zu erbrechen :-( Die Stimmung ist gedämpft. Im Moment ist es draussen 36 Grad heiss und wir hocken in unseren Zimmern und trinken Schwarztee.
Wir wissen nicht genau ob es an dieser Magendarmsache liegt - aber um ehrlich zu sein fühlen wir uns manchmal nicht ganz so willkommen hier bei der Familie... Bis jetzt... wir schauen jetzt mal wie es sich weiterentwickelt...
Die einmalige Reitstunde von "Joe" wurde nicht wiederholt. Dafür lernen wir Spanisch.

Trotz allem haben wir es als Familie sehr gut - die Kinder haben grossen Spass und wirken sehr glücklich. Hier gibt es neben den Pferden auch ein lieber Hund und ein junges Schaf.
Ausserdem haben wir Dinge erfahren, die wir ohne die Familie hier vermutlich nicht erlebt hätten. Letzte Woche konnten wir (ohne Kinder) miterleben, wie die Gaucho's hier ein Kalb schlachten. Der "Herr" des Hauses hat uns mitgenommen - er half da tatkräftig mit... Urchig aber "sauber". Gestern machten wir einen Ausflug nach Cordoba.

 
Am Sonntag sitzen wir am Fluss mit den Einheimischen



so werden Autos verkauft: Flasche drauf und fertig ;-) Ob dieses Exeplar zu einem guten Preis weggeht?


  
das schmalste Gebäude der Welt ?  @ Cordoba                             sdeluigis @ Fussgängerzone Cordoba
 
  
Basilica de Santo Domingo @ Cordoba                                         innen


Gedenkstätte an die getöteten Menschen aus Zeiten der Militärdiktatur (die Namen in Form von Fingerabdrücken)




Hier noch die etwas "blutigen" Fotos...
     
das Kalb wird aufgehängt und das Fell sorgfältig abgelöst    das Fell wird zum konservieren mit Salz bedeckt       "Mona" macht halbe Sache...
wir üben uns im Nichtstun
Donnerstag, 6. Oktober 2011 - 23:52

Nach einem 11 Stunden Flug sind wir hier in Argentinien angekommen. Wir sind auf einer Farm rund 30 Autominuten von Cordoba entfernt.



Nach der grossen "Aufregung" am ersten Tag (d'Fätzehaar wurde fast vom Pferd überrannt - kam mit einer Prellung am Bein davon und dä "Bueb" wurde sozusagen von einem Zaundraht aufgerollt, in den er ungebremst gerannt ist, geht mittlerweile alles ruhigere Wege... Wir üben uns im Nichtstun... und Mate-Tee trinken.

Ausser einer Reitstunde für "Joe" und den verschiedenen kurzen Ausflügen in der Gegend hier machen wir eigentlich einfach nichts... und so schlecht ist es gar nicht.

Uns geht es allen relativ gut - auch wenn die Kinder ab und zu von ihrer Müdigkeit und vom Heimweh übermannt werden. Aber wer soviel Zeit hat bekommt auch mal eher etwas Heimweh - so ist es halt...


   
"...in einem unbekannten Land *dödöm dödöm dödöm*, vor gar nicht allzu langer Zeit....  *sing*



  
Dem Bub haben wir nicht mehr erlaubt, das Vieh zu halten... Er hat ihm trotz Warnung den Kopf streicheln wollen und dem nicht wirklich "zutraulichen" Tier den Finger vor den Mund gehalten... Gut war das Tier noch etwas verschlafen und hat nicht gleich zugebissen!
"sie schnappen zu, drehen sich x-mal pro Sekunde und reissen einem so den Finger ab"



Im Winter ist es hier offenbar trocken und karg. Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet. Es ist jetzt Frühling hier und Regen wird sehnlichtst erwartet. Dann soll hier alles grün werden.

    
erster Reitversuch
Universalstudios, Hollywood Boulevard und Tom Cruise's Double
Samstag, 24. September 2011 - 16:18

Ein Tag Universalstudio's kostet eine 4-köpfige Familie glatte 310 USD Eintritt - mind.... Für diesen Preis muss aber schon etwas geboten werden - dachten wir...
Und genauso war's dann auch.

    http://www.universalstudioshollywood.com/

Einfach umwerfend, erschreckend, erstaundlich war die Studio Tour die wir gleich zu Beginn mitmachten. Mit einem Zug fährt man durch die Studio-Gebäude und Filmsets. Man erlebt hautnah (oder besser gesagt - mittendrin) wie in einer U-Bahnstation ein Erdbeben alles zerstört, die Strasse oben einbricht, die Wände splittern und Wasserleitungen brechen und die Station überfluten. Oder in 4-D ein Kampf zwischen einem Dino und King Kong (das kann man nicht beschreiben - muss man erleben :-)
Für kleinere Kinder aber nicht unbedingt geeignet... d'Fätzehaar hat geschrien, geweint und dä Bueb war vor Schreck wie erstarrt... Auch die Erwachsenen mussten sich zeitweise mit Augenschliessen aus der Szene entfernen.

   
alles nur Kulissen - das Rathaus links wurde für Back to the future verwendet            Inszentierte Sturzflut


     
Flugzeugabsturz von "War of Worlds" (es dampft und Autos hupen)         d'Fätzehaar mit Marylin


Neben der Studio Tour gabs auch noch viele andere Attraktionen und Bahnen. Die Jurassic Park-Bahn war eine Fahrt im Floss - endend mit einem nahezu freien Fall in die Tiefe ins Wasser. Oder bei den Simpsons gabs eine rasante Achterbahn - ohne dass man wirklich fuhr... ein riesiger Bildschirm und entsprechende Animation der Fahrzeuge in denen man sass liess einem das Gefühl geben als würde man da wirklich herumgeschleudert werden. "Joe" hat noch einiges anderes "über sicher ergehen lassen" was für die Kinder ganz und gar nicht geeignet gewesen wäre (Special Effects, Tsunamisimulation, etc.)


 
hier ging kaum ein japanischer Tourist vorbei, ohne ein Foto zu machen.... 

Kurz vor Parkschliessung haben wir uns noch entschieden, das "House of Horrors" zu machen. Naja - war war das Übelste was wir je erlebt haben... Das Ergebnis dieser "walk through Geiserbahn" war 3 Tage Heiserkeit (vom vielen Schreien) ;-)



Unser letzte Tag liessen wir etwas ruhiger angehen. Neben dem obligaten "Sternesuchen" am Hollywoodboulevard fuhren wir noch etwas aus der Stadt mit dem Smog bis nach Malibu und fuhren im wunderschönen Hinterland (welches uns übrigens an Berge an den Westseiten der Hawaii-Inseln erinnerte) zurück ins Hotel.
Ach ja - unsere Kamera haben wir ersetzt und die Speicherkarte hat die Welle tatsächlich überlebt - jetzt werden wir bald auch noch kurz über Maui berichten können....
 
 
Michael Jacksons Stern gesucht und gefunden



In den Universalstudio's wurde "Joe" gefragt, woher er komme... Die ehrliche Antwort lautete "Switzerland". Dann meinte der andere, dass er dann wohl doch nicht Tom Cruise sei ;-) Und darauf wurde "Joe" schon oft angesprochen - deshalb musste er dann auch beim Stern posieren - auch wenn es ihm etwas peinlich war... ;-)


Tom Cruise's Double...  ;-)

Alle Fotos von L.A. gibts hier.
Getty und Santa Monica Pier
Freitag, 16. September 2011 - 15:36

Museumsbesuch?? "ooh - nei nöd scho wieder!" war die Meinung unserer Kids heute morgen...
Aber das Getty ist nicht einfach ein Museum. Die Kinder fanden es toll! Einzig die Tatsache, dass der ganze Travertin, der für den Bau der Gebäude verwendet wurde, aus Italien stammt, hat mir etwas die Freude genommen... Ansonsten eine faszinierende Anlage mit Garten und Ausstellungsgebäude, die schon ohne dem Ausstellen von Kunstobjekten Kunst ist...
Und hab ich schon erwähnt, dass der Eintritt frei ist? :-)

http://www.getty.edu/visit/

    

Wir haben uns noch gefragt, was es ist, dass wir - obwohl nur ein paar Meilen weg - das Meer nicht sehen können... Ist das Smog? Autos zumindest hätte es ja mehr als genug...






Am späteren Nachmittag kämpften wir uns durch den Verkehr in Richtung Santa Monica. Das Pier mit dem bunten Treiben und den vielen Leuten war der längere Stopp wert - auch wenn wir sehr gefroren haben...
Mitten auf dem Pier endet übrigens die Route 66 - die von Chicago mitten durch die USA nach Santa Monica führt.

  
hier endet mitten auf dem Pier die berühmte Route 66 (von Chicago bis Santa Monica 2347 Meilen quer durch die USA)


  
Abendesssen bei Forrest Gump - ähm - Bubba Gump




"Tony Maroni"  den gibts!!  :-)

Mahalo Hawai'i - ein neues "Kapitel" beginnt...
Freitag, 16. September 2011 - 15:32


        


Was für die einen den richtigen Zeitpunkt für die Abreise war, war für die anderen etwas zu früh....

Kaum zu glauben, dass die fast 6 Wochen nun tatsächlich vorbei sind. Und die Tatsache, dass wir hier vermutlich nie mehr hinreisen werden (ausser eines unserer Kids macht irgendwann den IronMan Hawaii ;-), macht den Abschied auch nicht einfacher...

Also verlassen wir etwas wehmütig aber mit vielen schönen Erinnerungen und Eindrücken die Inselgruppe und deren freundliche, fröhliche Bewohner. 

Mahalo!!




zum Abschluss noch dies:


Feierlichkeiten Januar 2009, Parade der Bundesstaaten – und Barack und Michelle Obama machen diese Geste beim Vorbeimarsch der hawaiianischen Delegation.... Es ist der Gruss der hawaiianischenn Surfer.... "hang loose"

 
Waikiki, Honolulu, Feueralarm und die letzten Tag im Aloha-State
Freitag, 16. September 2011 - 15:31

Wir fühlten uns von dem regen Treiben hier in Waikiki fast ein bisschen überrollt. Gar nicht so einfach, sich nach dem ruhigen Kauai wieder an die Stadt mit all ihrem Lärm (Autos, Sirenen, etc.) und den vielen Menschen zu gewöhnen.

In Waikiki reihen sich Hochhäuser, Autos und die japanischen Touristen an Strand, Restaurants und Shoppingcentern. Aber an der Strandpromenade brennen statt herkömmlichen Lampen Fackeln, es finden täglich Free Hula Shows statt und jeden Freitagabend wird der Sonnenuntergang mit einem Feuerwerk gefeiert. Das „Aloha“-Gefühl wird einem fast aufgezwungen.

        
am morgen ist es noch ruhig @ Waikiki Beach                           Waikiki Lagoon @ Hilton Hotel (sie wurde vor kurzem für 14 Mio. renoviert)


   
jeden Abend Hula-Show

 
auch die Bräute stehen Schlange für die Fotos vor der perfekten Kulisse




   
mal wieder mir zwei @ Waikiki




HONOLULU
 
Etwas Kultur bzw. Geschichte wollten wir uns nicht vorenthalten - auch wenn die Kinder zuerst grundsätzlich sehr dagegen waren... ;-) Also gingen wir los ins "alte" Honolulu...
Besonders eindrücklich (mehr die ganzen Geschichten rund um den König als der Palast selber) fanden wir den Iolani-Palace. Der Palast wurde von König Kalakaua im Jahr 1879 errichtet. Es ist übrigens der einzige Königspalast in den USA und ist für europäische Verhältnisse recht klein geraten. König Kalakaua regierte dannzumal nur noch über rund 40‘000 Menschen. 100 Jahre zuvor lebten hier noch bis zu einer halben Million Menschen. Die Engländer und Amerikaner schleppten Grippe, Masern und andere Krankheiten ein. Die Inselbewohner hatten keinerlei Abwehrkräfte gegen diese Krankheiten und starben zu Tausenden…

Kalakaua muss ein sehr aufgeschlossener, unternehmungslustiger König gewesen sein. Er segelte einmal um die Erde (übrigens als erster Herrscher seiner Zeit) und hat auf seinen Reisen sehr viele Menschen kennengelernt.  In New York besuchte er Thomas Alva Edison und ließ anschliessend als einer der ersten seinen Palast mit Telefon und Glühbirnen ausstatten  (Lichtschalter gab es erst später – aber wofür hat man ja seine Bediensteten J) Er war volksnah und entsprechend beliebt. Er hatte oft Gäste zum Essen und es fanden Volksfeste, Hulatänze etc. auf dem Grundstück des Palastes statt. Im Übrigen hat er sehr gerne musiziert und die hawaiianische Landeshymne stammt von ihm.

Seine Schwester Lili'uokalani hat sich als letzte Regentin nach dem Tode des Königs im Jahr 1891 wieder verstärkt für die Rechte der Einheimischen eingesetzt. Sie wollte auch eine neue Verfassung durchbringen. Allerdings waren die „Ananas-„ und „Zuckerrohr“-Barone (z.Bsp. Herr Dole) nicht ganz ihrer Meinung und haben es geschafft, dass die Königin 1893 vom US-Militär im Palast inhaftiert und die Monarchie abgeschafft wurde. (wofür sich Bill Clinton 100 Jahre danach schriftlich entschuldigt hat..)



Im Palast gibt es fast keine originale Möbel mehr. Die meisten der spärlichen Möbel, die da sind, sind Imitate – Nachbildungen der Möbel, die auf Fotos zu sehen sind.  Nach dem Sturz der Monarchie wurde alles auf verschiedenen Auktionen versteigert. Heute wird nach den Sachen gefahndet und möglichst alles wieder zurückgekauft.
http://www.iolanipalace.org/





Hier steht übrigens auch die Statue des Königs Kamehameha I – diejenige die nicht im Meer gelandet ist.. (siehe Blog-Eintrag Big Island)






FEUERALARM
Während unseres Aufenthaltes im Hotel wurde wie Tags zuvor angekündigt, der Feueralarm geprüft. Irgendwann kam dann tatsächlich eine Durchsage direkt durch einen Lautsprecher ins Zimmer, dass es jetzt dann losgeht... Und dann passierte ganz lange nichts...

Ich: "mmmhh - gaht aber lang bis da dä Alarm losgaht?" 
d'Fätzehaar: "ja diä müend doch zerscht s'Huus aazünde"

"zurück zum Start"
Sonntag, 11. September 2011 - 12:31

Kauai verlassen wir wirklich sehr ungern. Der "Abschied" fällt uns etwas schwerer, als bei den anderen Inseln. Gerne hätten wir noch ein paar Tage mehr hier verbracht.
Aber der Flug ist gebucht und morgen fliegen wir also zurück nach Honolulu. Nach ein paar Tagen Waikiki gehts dann auch schon zurück nach Los Angeles wo wir auch noch ein paar Tage verbringen werden.

Argentinien wird dann ab Mitte bzw. Ende September unsere nächste Destination sein. Darauf freuen wir uns auch sehr!


In den nächsten Tagen werden wir nur sporadisch Internetzugang haben - also vermutlich wieder keine News die nächsten Tage.


Reiseberichte aller Hawaii-Inseln schreiben wir dann in Argentinien - Fotos findet man hier



 
                                 Aloha & Mahalo!
140 Einträge gesamt << Erste Seite  < Vorherige Seite  5 6 7 8 9 10 11 12 13 14  Nächste Seite >  Letzte Seite >>

Kategorien
Planung
New York
Hawaii
Argentinien - Los Toritos
Argentinien & Chile - Travel
Florida
Los Angeles
Karibik - Segeln
Australien - Travel
Australien - Byron Bay
Vietnam
HongKong
Nachhausekommen
Archiv
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011