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Die Kinder stellen sich dem Ernst des Lebens
Mittwoch, 29. Februar 2012 - 02:47

Am Montagmorgen sind die Kinder ganz schön aufgeregt. Nicht ohne Grund - ihr erster Schultag steht ihnen bevor. (da wären wir wohl auch aufgeregt :-)

Etwas früher als nötig sind wir in der Schule, kaufen noch die geforderte Schuluniform und versuchen herauszufinden, wo genau unsere Kinder eingeteilt wurden.

Die Schulwoche startet am Montagmorgen immer mit einem "Assembling" - alle 400 Kinder der Schule sitzen klassenweise auf dem Schulhof. Es wird streng auf richtiges Sitzen und absolute Ruhe geachtet. Nach dem Begrüssen des Direktors im Chor, dem stehenden, hutlosem Singen der Nationalhymne, dem gemeinsamen Wiederholen der Leitsätze der Schule (die kein Kind wirklich versteht ;-) werden vom Schuldirektor einzelnen Schülern "Awards" für besonders gute Leistungen (z.Bsp. für eine stets ordentliche Uniform, hervorragendes Buchstabieren, hoher Lerneinsatz, etc.) verliehen und den Geburtstagskindern der Woche gratuliert. Für uns eine leicht kuriose Veranstaltung aber unseren Kindern gefällt es irgendwie...

Ein Schultag startet hier um 9:15 Uhr. Die ganze Klasse trifft sich zuerst auf dem Schulhof und wird von der Lehrperson dort abgeholt. Um 15:15 Uhr ist dann der Schultag zu Ende. Mittagessen gibts in der Schule - entweder etwas Mitgebrachtes oder man kauft es in der Kantine. Freie Nachmittage kennt man nicht.
Perfekt - so haben wir Zeit genug, um 18 Löcher Golf zu spielen ;-)

Der Kommentar von "Joe's" Bruder in Facebook trifft es gar nicht so schlecht:
"Man merkt schon, dass in Australien alles Kopf steht - die Kinder stellen sich dem Ernst des Lebens und die Eltern spielen" ;-)
Und wir sind wirklich froh, dass wir jeden Tag zwei glückliche, ausgeglichene Kinder von der Schule abholen können...
  
erster Schultag                        dritter Schultag - noch immer happy


Was wir schon am Vormittag, als wir unsere Kinder "eingeschrieben" haben, aufgefallen ist, ist dass hier alles ist ein bisschen "easier" gehandhabt wird als in der Schweiz - zumindest was den grundsätzlichen Schulbetrieb anbelangt. Manche Mütter bringen ihre Kinder um Tage zu spät in die Schule - mit der Begründung, dass sie dachten, dass die Schule erst am Mittwoch startet...  Und ein paar Tage später stellen wir mit Erstaunen fest, dass auch Elternabende nur schwach besuchte Veranstaltungen sind...

Aber sie können auch ganz schön streng sein in den australischen Schulen... Nämlich im Zusammenhang mit "respektvollen Benehmen". Missachtet ein Kind die Schulplatzregeln kommt es für eine gewisse Zeit in einen "Konsequenzen-Raum". Und das kann ganz schön schnell passieren, gäll "Bueb"...  ;-)


Wir hoffen jetzt, dass die Kinder hier vorallem ganz viel Englisch lernen, sie sich im andersartigen Umfeld zurechtfinden, akzeptiert werden, Freunde finden und eine unvergessliche Zeit erleben.


Apropos Elternabend:
Es fühlt sich ja schon fast "heimisch" an, wenn man gemeinsam den Elternabend besuchen kann und die Grosseltern in dieser Zeit auf die Kinder aufpassen...
Klar dass wir die Gelegenheit gleich richtig nutzen, und uns noch ein bisschen im Dorf vergnügen: Sangria, leckere, Tapas, spanisches Bier, Live Musik und einige richtig gut gelaunte, tanzende Gäste... Ein schöner Abend zu zweit!




Hinterland - Nimbin, Minyon Fall
Dienstag, 21. Februar 2012 - 12:43

Da die Kinder sozusagen noch eine Woche "Ferien" haben, fahren wir noch in dieser Zeit ins Hinterland.
Das Hinterland von Byron zeigt sich uns irgendwie "appenzellerisch" - Hügel, Wiesen, Kühe, Regen... ab und zu ein Haus, eine Farm. Unser erstes Ziel ist das hippige Hippiedorf Nimbin.



Nimbin war früher eine verschlafene Stadt, bis hier im Jahr 1973 ein Hippie-Festival abgehalten wurde (Aquarius Festival). Bei dem Festival wurden damals vier Besucher von der Polizei inhaftiert. In gemeinschaftlichem friedlichen Protest zog die Festgemeinschaft zur Polizeiwache und verlangte deren Freilassung. Daraufhin kapitulierte die Polizei, ließ die Inhaftierten frei und billigte sogar den Konsum von Marihuana.

  
In den Strassen von Nimbin (was genau sind wohl "happy high herbs"? :-)

Viele der damaligen Festivalbesucher blieben ansässig und man sieht die mittlerweile in die Jahre gekommenen "Gestalten" und ihre Nachkommen auf der Strasse.
In der Stadt wird die Cannabiskultur offen gepflegt, obwohl in New South Wales der Konsum und Anbau illegal sind.

In den diversen Läden gibt es flippige Sachen zu kaufen und es wird sogar Cannabis verkauft. Und - nein - selbstverständlich haben wir kein Cannabis gekauft! (auch wenn sich ein Teil der älteren Generation gefragt hat, ob sie es doch mal ausprobieren soll ;-) 

  
Den Kindern gefällt's...                                     

 
Eingang ins Hippie-Museum. Eintrittsgeld zahlt nur der, der kann...

  
Wir werden durch die hiesige "Candle Factory" geführt


Die Nimbin-Hippies haben übrigens dafür gekämpft, dass das Gebiet um den „Mount Nardi“ heute Weltkulturerbe ist. Also fahren wir spontan noch etwas weiter ins Hinterland in den Nightcap National Park. Er befindet sich am südlichen Rand des weltgrössten Vulkankraters des Mount Warnings. Wir fahren über Schotterstrassen durch den dunklen, regnerischen Regenwald. Für einen etwas längeren Walk fehlt uns leider die Zeit - also fahren wir direkt zum 100m tiefen Minyon Fall. 
http://en.wikipedia.org/wiki/Minyon_Falls


was da wohl ist...? Muss irgendwie "gefährlich" sein... ;-)

     
In der Tat - ein 100 Meter tiefer Wasserfall der von einer ziemlich spektakulären Plattform aus besichtigt werden kann...



Auf dem Parkplatz dieses Minyon Fall Lookouts haben wir noch das hier entdeckt:

            
Und woran erinnert euch das?                                Klar - das Logo von Davos...

Jetzt bleibt eigentlich noch die Frage, wer wem abgeguckt hat oder ob es wirklich solche Zufälle gibt...


Wir leben uns ein - die ersten Tage
Dienstag, 21. Februar 2012 - 11:22

Wir kaufen ein, räumen alle unsere Koffer und Rucksäcke dass erste Mal wirklich komplett leer... Die Kinder haben Spielzeugkisten für ihre Weihnachts-Lego und Barbie's und wir haben einen schönen Schreibtisch, wo die Kinder gemütlich und ungestört "werken" können...


The Pass Beach @ Byron

Während die "ältere Generation" bereits das erste Mal den Golfplatz von Byron Bay bespielt, geniesst die jüngere Generation den Strand, organisiert ein passendes Auto, etc.

Und wir versuchen, unsere Kinder an einer der hiesigen Schulen unterzubringen. Das Gespräch mit dem Direktor der Schule und das Ausfüllen von ca. 50 Formulare "kostete" uns einen halben Tag...
Aber es wurde alles bewilligt - am Montag der zweiten Schulwoche werden unsere Kinder also tatsächlich ihren ersten Schultag haben. Sie freuen sich und wir hoffen sehr, dass das so bleibt ;-)

Und "d'Fätzehaar" hat jetzt eine wunderschöne, grosse Zahnlücke...

Eingezogen!
Dienstag, 21. Februar 2012 - 01:07

Wir waren so gespannt auf unser Haus hier... und auf das Dorf, den Strand, das Leben hier. Vor 10 Jahren waren wir für genau einen einzigen Tag in Byron Bay und jetzt sollen wir so lange hier bleiben? Etwas "komisch" fanden wir das kurz vor unserer Ankunft irgendwie schon....

Alle, die vor fast einem Jahr bei der Entscheidungsfindung für das Haus mitgeholfen haben, wissen welche Schwierigkeiten wir hatten, uns für ein Haus hier zu entscheiden... 

Aber nicht nur, dass wir von der Vermieterin in Sydney zum Dinner eingeladen wurden sondern auch das Haus selber lässt uns jetzt glauben, dass wir schlussendlich den richtigen Entscheid getroffen haben...
Das Haus ist viel grösser als wir erwartet haben und es ist sehr geschmacksvoll eingerichtet. Ein Traum! Hier also leben wir jetzt für so viele Wochen - "Freude herrscht"!

   
Indoor Dining und Küche             Veranda                     Wohnraum

In 5 Gehminuten durch den (Ur-)Wald sind wir am (offenbar schönsten) Strand Byron Bays. Wild Turkeys, recht grosse Echsen und sogar Wallabies gehören hier schon fast zum "Standard"...
Einfach perfekt!
Und dass wir bei Dunkelheit den Strahl des Leuchtturms an uns vorbeidrehen sehen, gefällt den Kindern besonders gut.
Einzig, dass uns das neue, etwas zu nah gebaute "Four Million Dollar House"  die schöne Sicht aufs Meer und in die "grüne Hölle" (wie es "dä Bueb" jeweils sagt) nimmt, finden wir ein klein wenig schade...

Aber wir fühlen uns alle auf Anhieb Zuhause - "des passt scho !"

Wir ziehen um
Montag, 20. Februar 2012 - 11:48

Die Zeit in Melbourne ist wieder wie im Fluge vergangen. Wir haben viel erlebt und jede einzelne Minute genossen. Der "Abschied" fällt erneut nicht ganz einfach - zu wohl haben wir uns alle gefühlt in dem tollen Haus und der Stadt. Auch dass wir jetzt Oli und Lisa in Melbourne zurücklassen macht uns etwas traurig. Aber wir werden die schönen, lustigen Tage in Melbourne in ausserordentlich guter Erinnerung behalten!



Wir ziehen jetzt nach Byron Bay...


Australian Open Melbourne
Montag, 20. Februar 2012 - 11:45

Für fast 2 Wochen dreht sich hier in Melbourne alles um das Australian Open.
Die Stimmung hier im und um den "Ground" und in den Arenen ist einmalig locker... Es gibt günstige "Ground-Tickets" und viele fröhliche Menschen, Live Konzerte, Bier, Shops, Wein, Fritten, Stände mit Spielen und Geschenke. Man fühlt sich fast eher an einem Volksfest als an einem Tennisturnier.

Oli hat uns schon im Vorfeld einige Tickets besorgt- unter anderem auch für die Freitag-Nacht Session, wo der Australier Tomic gespielt hat und von den Australiern "heiss geliebt" wird.

Aber klar, dass die Karten, die wir für Spiele von Nadal (gegen Lacko) und "unserem" Federer (gegen Karlovic) noch so kurzfristig ergattern konnten, ein besonderes Highlight waren...
Dass wir dann den Roger (gegen den Argentinier Del Potro) beim Viertelfinale nochmals sehen konnten fanden wir dann schon richtig "dä Hammer" ;-)

  
wir posieren vor der Rod Laver Arena         im blauen Festgelände
        
  
im Festgelände gibt es überall Stände mit Informationen, Spiele, Wettbewerbe und sogar gratis Bodypainting

  
Das nette Paar aus der Schweiz verteilte grosszügig Schweizerkreuz-Tatoos


mir zwei @ Rod Laver Arena beim Federer-Match


mir vier @ Rod Laver Arena beim Federer Match
  
 
  
Federer live on stage

  
12 Stunden Tennis pur... an der Freitagnacht Session singen und tanzen die Australier für ihr selbst ernanntes "Wunderkind" Tomic.
  
    
hübsch bemalt

  
                                                                      ein Bierchen in Ehren... Djokovic spielt


Wer weiss noch, wie viele Racks Bhagdatis in seiner Wut zerschlagen hat? Nur gut, dass sich Wawrinka davon nicht hat beeindrucken lassen.



"Dä Bueb" macht seine Mathi mitten im Festgelände :-)


Eine grossartige Strasse - Great Ocean Road
Sonntag, 19. Februar 2012 - 07:45

Die Great Ocean Road ist eine rund 250 km lange Straße, die sich teilweise spektakulär entlang der australischen Südküste im Bundesstaat Victoria windet. Sie gilt als eine der bekanntesten Scenic Routes bei Touristen in Australien. Diese Straße wurde am 7. April 2011 als nationales Denkmal in die Australian National Heritage List eingetragen.



Als Höhepunkt der Great Ocean Road gelten die Twelve Apostles (deutsch Zwölf Apostel). Es handelt sich dabei um bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein. Sie sollen nach Uluṟu (Ayers Rock) die meistfotografierte Touristenattraktion Australiens sein. Die Zwölf Apostel sind Teil einer Reihe von verschiedenen, anderen Felsformationen entlang der Küste.
Die pfeilerartigen Gebilde unterschiedlicher Höhe und Durchmessers entstanden durch die erosive Kraft des Meeres. Jährlich weicht die Steilküste der Port-Campbell-Klippen um rund zwei Zentimeter weiter zurück. Widerstandsfähigere Partien bilden zunächst Halbinseln, die später nur noch mittels natürlicher Brücken Verbindung zum Festland halten. Diese "Konstruktionen" brechen im Laufe der Zeit zusammen und auch die Felstürme der Zwölf Apostel sind geologisch gesehen nur eine Erscheinung von kurzer Dauer.

http://de.wikipedia.org/wiki/Great_Ocean_Road
http://de.wikipedia.org/wiki/Twelve_Apostles_(Australien)

Was heute noch so aussieht....
 
...wird sich laufend verändern.
Es werden einige Türme einbrechen und es werden neue Türme gebildet.


Von Melbourne aus werden verschiedene Tagestouren zur Great Ocean Road angeboten. Allerdings wurde es uns erst später so richtig bewusst, wieviele Kilometer dafür zurückgelegt werden müssen. Aber unser Busfahrer hat uns ausreichend darüber informiert, was man wo so alles machen könnte (Walks im Regenwald, etc.), wenn man etwas länger Zeit hätte ;-)  

Die Fahrstrecke war zwar für einen Tag viel zu weit, die Zeit für die vielen Sehenswürdigkeiten viel zu knapp... Aber trotzdem war es ziemlich beeindruckend.


Zwölf Apostels

  
der Wind in den Haaren


die sogenannte "London-Bridge" bzw. "London Arch"

Zur London Bridge noch eine kleine "Geschichte:
Bis zum 15. Juli 1990 war diese Felsformation mit einem anderen Bogen mit dem Festland (links auf dem Foto) verbunden. Am besagten Datum - frühmorgens - stürzte die Formation ein.
Zu blöd, dass sich am Vorabend zwei Backpacker entschieden, auf der Formation unerlaubterweise zu nächtigen. Das Aufwachen mit dem sicher heftigen Gerumpel und Getöse war vermutlich nicht das, was sich die beiden vorgestellt haben ;-) Erst einige Stunden später wurden sie von anderen Touristen entdeckt. Die ansässige Helikoptergesellschaft hat sich geweigert, die beiden zu retten (sei zu gefährlich wegen dem Wind). Also mussten sie weitere 2 Stunden auf dem übriggebliebenen Felsen verharren bis sie dann endgültig gerettet werden konnten... Diese Rettungsaktion hatte Folgen: kaum wurden sie auf dem Festland abgesetzt, wurden sie von der Polizei abgeführt. DAS ist doch Abenteuer! ;-)


Back "home" in Melbourne
Sonntag, 19. Februar 2012 - 07:44

Die Rückkehr in unser "One million Dollar House" in St. Kilda/Melbourne fühlt sich irgendwie an, als würden wir "nach Hause" kommen. Auch die ältere Generation ist happy hier zu sein. Und wir freuen uns, Oli und Lisa wieder zu sehen.

Wir geniessen das tolle Haus, machen Spaziergänge und Einkaufstouren in der Stadt Melbourne, zeigen der älteren Generation den Albert Park und die Formel 1 Rennstrecke, fahren Tram und Taxi, gehen Essen (mit und ohne Oli und Lisa oder mit oder auch mal ohne Kinder - danke Grosi und Öpi), schwitzen im Luna Park, mieten für einen Tag ein Auto und fahren auf die Mornington Peninsula und degustieren wiederum mässig guten Wein.

  
Vorgarten-Idylle bei unserem "One million dollar" Haus....
      

   
wir trinken "Espresso Martini" oder so...                     Eintrittstor zum Luna Park
  
   
allgmeines Kräfte messen im lebendigen vietnamesischen Restaurant

 
Salat hat viele Verwendungszwecke

   
"laatsching" auf der Peninsula Mornington
http://www.visitmorningtonpeninsula.org/

  
Weindegustation

   
toskanische Szenerie

  
Jetzt sind sie so richtig angekommen     Oli schmückt sich des öfteren mit "fremden Federn" bzw. Haaren ;-)


Die drei Berühmtheiten des roten Zentrums
Dienstag, 31. Januar 2012 - 06:36

Der Flug von Sydney nach Alice Springs ist fast so, als fliegt man von Zürich nach Marokko... nur mit dem Unterschied, dass hier nach den Suburbs von Sydney keine Dörfer mehr zu sehen sind....

  
Alice Springs ist ein ein leicht verschlafenes Dorf mitten in der Wüste bzw. im Busch - trotzdem hat es irgendwie einen besonderen Charme... Leider sind wir nur für eine Nacht in der Stadt bevor wir am nächsten Morgen um 6:00 Uhr vom Bus abgeholt wurden um für 3 Tage ins Outback zu fahren.


Tag 1 - Kata Tjuta (Olgas) und Sonnenuntergang am Uluru

Wir stoppen bei einer Kamelfarm und erfahren, dass die hiesigen Kamele weitaus robuster und grösser sind als diejenigen in Arabien. Und weil sie soviel grösser sind, werden sie z.Bsp. bei Kamelrennen als Leittiere akzeptiert. Die anderen Kamele folgen auf Schritt und Tritt. Das bedeutet der sichere Sieg des grösseren Tieres und der Gewinn von hohen Preisgeldern - klaro. Und genau das ist der Grund, warum die arabischen Länder ihre Kamele meist von Australien importieren... Im Übrigen beherbergt der australische Busch auch den weltweit grössten Bestand an wild lebenden Kamelen.

  
Wilder Kamelritt - d'Fätzehaar hat sich kurzerhand lautstark "umentschieden" und wollte nicht mehr reiten. Also freute sich mal wieder "Joe" über einen kurzen, holprigen Rundritt - nebendran der "Bueb", dessen "Kopp" fast weggeschleudert ist, als der Ritt etwas rasanter wurde...  ;-)

Dass "Joe" seinen Ausweis zeigen musste, um ein paar Büchsen Bier zu kaufen, hat ihm sehr gefallen... " Där sieht aus wie's blühände Leeebe.." Fast hätte er der Verkäuferin ein Bierchen offeriert ;-)

Nach dem Lunch fahren wir zu den Olgas. Dank des verhältnismässig "kühlen" Wetters (weniger als 36 Grad) konnten wir die "grosse" Wanderung durch die Olgas machen - ansonsten wäre ein Teil des Weges gesperrt gewesen.
Die Wanderung durch die manchmal recht engen "Schluchten" der Riesensteine war zwar anstrengend und teilweise recht schweisstreibend - aber auch fantastisch schön!


Olgas (Kata Tjuta) - eine fantastische Aussicht


S'Deluigis und die "ältere Generation"


     
Wanderung in den Olgas                                                 "Mister Dingo" unseres Guides ist immer dabei


Gleich nach der Wanderung in den Olgas fahren wir zum Sonnenuntergang am Uluru (Ayers Rock).
Hier gabs "Bubble" (Sekt), Cracker, Regen und ein bräunlicher aber trotzdem schöner Berg. Aber keine atemberaubende, wechselnde Rotfärbung... Schade.

  
Uluru - Brauner Berg und Regen anstatt sattes Rot und Sonne...

Nach Sonnenuntergang - oder besser gesagt, als der Regen zu stark wurde, kehren wir in unser Camp zurück. Wir Kochen und Essen und bald verschwinden schon alle in ihren Zelten. Morgen heisst es nämlich sehr früh aufstehen...



Tag 2 - Sonnenaufgang am Uluru, Uluru Umrundung und Verschiebung zum Kings Canyon

Morgens schon lange vor 4:00 Uhr raschelt es im Nachbarszelt... die "ältere Generation" will alles richtig vorbereitet haben und ist schon hellwach, als der Guide alle anderen weckt. Gegen 5:00 Uhr fahren wir auch schon los Richtung Uluru.

Für den Geschmack unserer Kinder müssen wir etwas zu lange auf den Sonnenaufgang warten und für unseren Geschmack waren hier viel zu viele Leute...
Trotz des bewölkten Himmels wurden wir dann aber für eine Minute lang mit einem leicht "geröteten" Berg belohnt...


lieber rot als braun...

 

Die anschliessende Umrundung des Berges (knapp 10 km) war zwar flach aber war wegen den hitzigen Temparaturen und eines etwas überhitzen Mädchens ;-) doch recht anstrengend... Zusätzlich kam dazu, dass ein Teil der "älteren Generation" sehr schlecht geschlafen hat. Aber alle haben die fast 10 km bei etwa 38 Grad Lufttemparatur gut gemeistert!

Nach dem Lunch im Camp fahren wir los in Richtung Kings Canyon Resort. Was sich irgendwie nach "Luxus" anhört ist in Wirklichkeit eine einfache Anlage mit Cabins und Zeltmöglichkeiten. Das luxuriöse am Resort aber war ein ein einfacher Pool - den wir alle liebend gerne benutzt haben!

Unser Camp allerdings war doch noch ein rechtes Stück ausserhalb im Busch... Die sanitären Anlagen waren ein "Gräuel" und das Abendessen neben einem Skorpion ein wenig zu angespannt ;-) Die Ameisen im Zelt wurden aber durch einen aussergewöhnlich klaren, unbeschreiblich schönen Sternenhimmel entschädigt. Sogar die "ältere Generation" meint, so etwas noch nie zuvor gesehen zu haben...
Wieder verziehen sich die Mitglieder der Reisegruppe in ihren Zelten - morgen heisst es nämlich erneut früh aufstehen.
Das Geheule der Dingos hörte bald niemand mehr...



Tag 3 - Kings Canyon und Rückfahrt nach Alice Springs

Unser Guide nennt es "Heart-Attack-Hill" - dabei handelt es sich um den ersten Anstieg der Rundwanderung im Kings Canyon... Es ist wichtig, dass man ihn geschafft hat, bevor die Sonne so richtig heiss brennt.
Also sitzen wir erneut gegen 5:00 Uhr morgens beim Frühstück und gegen 6:00 Uhr fahren wir los.

Zwar ist diese Panne der Grund für eine halbe Stunde Verspätung - aber es war doch sehr lustig... Der Guide hat nämlich die Klappe des Anhängers nicht richtig verschlossen und hat auf dem Naturweg durch den Busch laufend Material verloren. Wir haben ganz schön gelacht, als wir zurückfahren und immer mal wieder ein Gepäckstück oder etwas Proviant am Wegesrand fanden... Auch die Dingo's im Busch haben uns genau beobachtet und sich vermutlich schon über die ganzen Sachen, die verloren gingen gefreut. ("Passt Dir dieses T-Shirt? - Nein - nicht meine Grösse..." ;-)


Dingo - mehr Wolf als Hund...


Also war es bereits recht heiss, als wir vor dem "Heart-Attack-Hill" standen... Wir sind ganz langsam hochgegangen und haben immer wieder Pausen gemacht. Auch die Ältesten der Gruppe haben es geschafft... Anschliessend sind wir mit unseren, vom Aufstieg noch immer etwas geröteten Köpfen, bei steigenden Temparaturen und ziemlich klarem Himmel für 3,5 Stunden am Canyon entlang gewandert.
Und völlig ausgelaugt sind wir nach Lunch und Pool im Kings Canyon Resort nach Alice Springs zurückgefahren.
Und den ganzen langen Weg (4 Stunden oder so) haben wir uns immer wieder gefragt, wie es unser Guide schafft, nach einer solchen Wanderung am morgen anschliessend so lange Auto zu fahren... Vermutlich hat ihn der Sound der 80-er Jahre (Wham, etc.) und die vielen Red Bulls, die er getrunken hat, wach gehalten ;-)

  
die Sonne brennt, die Füsse gehen immer weiter....


Unser Guide erklärt uns, dass dieser Baum bei Trockenheit einzelne Äste eintrocknen lässt, damit er die darin enthaltene Flüssigkeit zum Überleben nutzen kann... Clever, clever...


  
Die Landschaft, die Hitze und die Abgründe nehmen uns den Atem...

  
mir sinds...

  
"Garten Eden" - erfrischend schattig


Der Canyon ist übrigens durch einen gewaltigen Erdriss entstanden - ziemlich eindrücklich diese "geschnittene" Riesenwand... Und die Erosion arbeitet weiter. Hier soll vor ein paar Jahren ein riesig grosses Stück Wand runtergefallen sein.


Das ganze Gebiet des Kings Canyon ist einzigartig und gefällt uns von den "Berühmtheiten" des Red Centers immer noch am besten.

Als wir vor 10 Jahren hier waren, mussten die Männer als Frauen verkleidet durch den Canyon wandern. Unser Guide mochte wohl den untenstehende (Kult-)Film, wo sich 3 Travestiten den Traum einer Reise ins Red Center verwirklichten (oder so.. wir haben den Film ja auch nie gesehen) Aber lustig war es trotzdem...
Movie: The Adventures of Priscilla, Queen of the Dessert

Und auch dieses Mal kamen uns beim Wandern merkwürdig schrill gekleidete Herren in Frauenkleidern entgegen... Offenbar wird der "Kult" noch immer zelebriert ;-)



Fazit: Das Red Center ist immer wieder eine Reise wert (beeindruckt auch beim dritten Mal) - aber vielleicht wäre der australische Winter doch die bessere Jahreszeit (weniger Regen, tiefere Temparaturen).


Die blauen Berge - Blue Mountains
Montag, 30. Januar 2012 - 12:51

Für einen Tag verlassen wir die Stadt Sydney und fahren mit dem Zug nach Katoomba in die Blue Mountains.


Die Blue Mountains sind ein Gebirge, deren Ausläufer zirka 60 km westlich von Sydney beginnen. Große Teile der Blue Mountains wurden im Dezember 2000 vor allem wegen der Artenvielfalt der Eukalyptusbäume zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Die Blätter des Eukalyptus verdunsten ein Ätherisches Öl, deren feiner Nebel über den Bergen liegt und bei Tageslicht einen blauen Schimmer verursachen sollen und den Blue Mountains den Namen gibt. Diesen blauen Schimmer haben wir aber ehrlich gesagt nicht bemerkt.
 
Geologisch handelt es sich bei den Blue Mountains um ein sichtbares Sandstein-Plateau, in welches Flüsse tiefe Täler gegraben haben. Bewohnt waren sie seit mindestens 14'000 Jahren von Aborigines; seit 1813 werden sie auch von Weißen besiedelt. Um 1900 gab es Bergbau von verschiedenen Rohstoffen wie zum Beispiel Kohle; mittlerweile ist das Gebiet geschützt und wird touristisch genutzt.

Wir sind etwas erstaunt, was uns hier erwartet:
Eine Luftseilbahn mit Glasboden brachte uns über eine Schlucht, die anschliessende steilste Bahn der Welt brachte uns in Rekordzeit zwischen einem Felsspalten in ein Tal und nach einem kurzen Spaziergang auf einem gut ausgebauten Holzweg fuhren wir wieder mit einer anderen Luftseilbahn hoch.
Irgendwie mal wieder wie im Disney Land... ;-)
Am schönsten fanden wir die Wanderung entlang einer Krete - hier war ausser uns niemand und wir sahen Papageien und anderes Geziefer...

 
Three Sisters

    

   
OZ-Girlie                                                           ein bisschen Heimat in den Blue Mountains


Um den rückreisenden Menschenmassen etwas zu entfliehen, wollten wir noch etwas länger im Dorf bleiben und in den vielen, hübschen Läden stöbern. Wie wir aber später merken, schliessen hier alle Läden um 17:00 Uhr.
Also haben wir uns in ein Lokal gesetzt, das sich als echten Glückstreffer herausstellte. Das Lokal war eine ehemalige Autogarage - die Ambiance einmalig. Das Essen war hervorragend - und der Wein auch ;-)

  
Rosmarin-Friten

Dass die Frauen singend und laut lachend am Bahnhof auf den Zug warteten, störte eigentlich nur die Männer ein bisschen ;-)

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