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Es wird eisig
Samstag, 22. Oktober 2011 - 05:27

Die Region Salta haben wir verlassen und sind aus "flugtechnischen" Gründen für eine Nacht in Buenos Aires. Morgen Mittag fliegen wir nach Bariloche (Patagonien). Dort werden wir uns für tiefe Temparaturen einkleiden müssen bevor wir dann mit einem Frachtschiff weiter südlich fahren.

Buenos Aires werden wir dann vor dem Verlassen des Landes noch richtiger erleben - wir freuen uns darauf. Die Stadt scheint ganz O.K. zu sein ;-)


Uns geht es prächtig. Wir wissen schon gar nicht mehr auf Anhieb, wie lange wir schon unterwegs sind. Das Wochenzählen haben wir längst aufgegeben. Interessant finden wir, dass wir uns wirklich daran gewöhnt haben, kein "Zuhause" zu haben. Wir können uns kaum vorstellen, nicht unterwegs zu sein.
Einzig die für uns besonderen Menschen, die wir so lange nicht sehen können, vermissen wir. Und wir haben unsere Garderobe langsam richtig satt und würden gerne alles - inklusive den mittlerweile richtig "muffigen" Schuhe -  austauschen ;-)

Auch wenn wir manchmal ziemlich "schleppend" oder sogar gar nicht reagieren - wir freuen uns "tierisch" über jeden Gästebucheintrag oder andere Kontaktaufnahme von euch! Schön zu wissen, dass einige Menschen unser Tun hier regelmässig mitverfolgen und an uns denken.


Wieder Steine und eine halsbrecherische Passstrasse
Samstag, 22. Oktober 2011 - 04:42

Von Cafayate fuhren wir ein weiteres Teilstück der Ruta 40 durch das Valle Calchaquies Richtung Cachi. Die ersten 20 km sind wunderbar asphaltiert und wieder säumen uns Trauben und Bodegas. Auf den Bergen, die das Tal säumen lag etwas Schnee, der in der Nacht gefallen war. Nach dem Dorf San Carlos (wo wir einen grüsligen Kaffee tranken damit die Ninos aufs WC konnten, begann dann schon die nicht asphaltierte Strecke.
Aber die Schönheit der Quebrada de las Flechas war einmalig.


Diese Formationen sind durch einen See entstanden, der hier vor Milionen von Jahren einmal gewesen sein soll



Das eigentliche Tal des Calchaquies ist recht grün und breit. Wir fahren an zum Teil ziemlich stattlichen, einsamen Bauernhöfen vorbei. Aber wir können uns nicht vorstellen wie man hier leben kann... Die Höfe liegen bis zu 2 Stunden Fahrzeit von dem nächsten grösseren Dorf entfernt...
Die nicht asphaltierte Strasse ist zeitweise recht eng und es gab Stellen, wo die Strasse wie "abgeschnitten" ins etwa 5 m tiefere, breite Flussbett abgestürzt ist. Es sind zum Glück bereits überall neue Schotterwege gemacht und wir können problemlos weiterfahren. Aber für die rund 160 km von Cafayate nach Cachi brauchten wir 4 Stunden!


Gaucho's treiben ihre Herde zusammen



Das Dorf Cachi und dessen Umgebung erinnerte uns stark an die Toskana. Rund ums Dorf wachsen hohe Zypressen und Reben - und es liegt etwas erhöht auf einem Hügel.
Wir sind aber vorallem darüber froh, dass Cachi ein richtiges Dorf ist. Es sind Menschen auf den Strassen und es gibt Restaurants wo wir etwas essen können.

Nach der Mittagspause biegen wir kurz nach Cachi in die Ruta 33 Richtung Salta ab. Weitere 150 km Fahrstrecke erwarten uns... und wir haben keine Ahnung, wie der Zustand dieser Strecke ist.



Wir kommen nach ca. 40 km (auf einer asphaltierten Strasse ! ;-) an den P. Nac. Los Cardones. Hier wachsen Kakteen überall. Vor der Kulisse der weiss gezuckerten Berge ein ganz netter Anblick. Allerdings haben wir ehrlich gesagt viel dichtere Kakteenbestände erwartet... Die Töne des Windes, der durch die Kateen bläst, sind schon sehr speziell.

 

Die Strasse führt weiter über eine wunderbare Hochebene bis auf 3400 m.ü.M.



Und dann wurde es so richtig "lustig". Der Weg führte uns über die "Cuesta del Obispo". Es handelt sich um eine "halsbrecherische" Strecke, die sich dem Felsen entlang schlängelt - auf der einen Seite jeweils geht es steil den Hang herunter. Die erste Freude darüber, dass die Strecke asphaltiert ist, hat leider nicht lange angehalten. Die Stasse wechselte nach den ersten Kurven in eine Schotterpiste.
Sie gilt als eine der spektakulärsten Routen in ganz Südamerika.


Wirkt auf dem Foto nur halb so dramatisch wie es in Wirklichkeit ist... ;-)

Und spätestens nach dieser Strecke wird einem klar, warum soviele Strassen in Argentinien nicht ashaltiert sind: Der Natur arbeitet! Und wie! Immer wieder fährt man an Teilstücken vorbei, die von gewaltigen Erdrutschen zerstört worden sind. Teilweise hat die Strasse bereits wieder eine vorläufig definitive Linienführung, an anderen Stellen sind sie noch mitten in den Arbeiten. Manchmal sieht man am talseitigen Rand der Strasse richtige Löcher wo man ins tiefliegende Tal sehen kann - dort wird die Strasse wohl bald auch weg sein...
Besonders eine von uns war sehr erleichtert, als man nach rund 25 km heil angekommen ist...! (und die Kinder haben sich halb totgelacht).

Die restliche Strecke bis Salta war zwar ebenfalls holprig aber vergleichsweise problemlos zu fahren (bis auf die Holzbrücke, deren Holzboden schon morsch und löchrig war und jeder Autofahrer freiwillig wartete, bis der vorher fahrende Fahrer wieder von der Brücke war).
Der Nervenkitzel war dann wie immer das Autofahren in der Stadt. In einem Land, wo die Autofahrer keine Autofahrprüfung ablegen müssen sondern nur das Alter erreichen müssen und von Rechtsvortritten oder anderen Verkehrsregeln keinen blassen Schimmer haben. "Der Mutigere fährt zuerst" heisst es hier...


Dulce de leche und Empanadas
Samstag, 22. Oktober 2011 - 03:07

Dulce de leche ist eine recht zähflüssige Caramelcreme die einerseits wie z.Bsp. Nutella auf's Frühstücksbrot kommt - oder eben auch bei fast allen Desserts und Guetzli's verwendet wird. Sogar zum Flan gibt es oft noch einen dicken Klecks Dulce de leche... Es ist in aller Munde - so dass man fast vermuten könnte, dass man sich hier sogar die Zähne damit putzt.. ;-)

Und Empanadas sind gefüllte Teigtaschen - entweder aus dem Ofen oder auch "frito". Klassisch gefüllt mit Rinderhackfleisch - es gibt sie aber auch in anderer Ausführung. z.Bsp. mit Huhnhackfleisch oder Käse und Schinken. Empanadas gibts in wirklich jeder Bar oder Restaurant... Argentinischer Fastfood eben...
Als kleiner Snack, Vorspeise oder man holt sie im Dorf und isst sie mit Salat als Hauptgang. Und sie schmecken meistens auch ganz gut.
Auf die Frage unserer Kinder, ob ein klassischer Hamburger oder ein Empanada gesünder ist konnten wir nicht verbindlich antworten. Wir vermuten die Hamburger - den frischen Tomaten und des Salatblattes wegen ;-)



  argentinischer Fastfood




Rezept Dulce de Leche:

1 kg Zucker
2 l  Vollmilch
1 TL Natron

Zucker mit etwas Milch anbräunen, restliche Milch und Natron beigeben und unter stetigem Rühren verdicken lassen (bis es etwa wie Nutella ist)

Die Zubereitung soll ziemlich einfach sein und wir werden es versuchen, wenn wir wieder Zuhause sind... Erfahrungsberichte von unseren Lesern sind natürlich sehr erwünscht :-)


Noch mehr Steine... und erstklassige Weine
Samstag, 22. Oktober 2011 - 03:05

Wir fuhren auf der Ruta 68 von Salta Richtung Süden durch die Quebrada de las Conchas (Schlucht der Muscheln). Dabei handelt es sich um ein teilweise recht enges Tal des Rio Guachipas.



Erst noch ziemlich grün wird das Tal dann zunehmend wüstenhafter. Richtung Cafayate weitet sich das Tal. Auf der Strecke kann man verschiedene Felsformationen bestaunen. Einfach unglaublich schön!

  





Cafayate ist ein auf ca. 1600 m.ü.M. liegendes Weindorf. Uns erinnert die Gegend hier an das Südtirol. Eine sehr breite Talsohle wird von hohen Bergen gesäumt. Die Weinstöcke und die Gebäude der vielen Bodegas wechseln sich ab.
Hier blieben wir 2 Nächte. Abends genossen wir in einem der zahlreichen guten Restaurants das weltberühmte argentinische Fleisch und einen erstklassigen Wein, der hier vor Ort angebaut wird. Die Stimmung in den Restaurants ist ausgelassen und fröhlich. Sogar in den in Esslokalen wird Live-Musik gespielt und die Leute klatschen mit und lachen... Etwas seltsam fanden wir das: Die Leute werden tischweise gefragt, woher sie kommen und dann wird applaudiert... Naja - erinnerte uns etwas an eine Selbsthilfegruppe aber es war trotzdem ganz lustig ;-)




Und alle Leute (Hotel, Restaurants, auf der Strasse) sind freundlich und hilfsbereit. Es ist einfach schön, hier zu sein...

Einzig die hier besonders zahlreichen, freilaufenden, streunenden Hunde, die mitten auf dem Hauptplatz ihre manchmal recht bissigen "Bandenkriege" abhalten, finden wir recht störend.




Unseren eigentlich "autofrei" geplanten Tag konnten wir nicht einhalten. Die nahegelegenen Ruinen von Quilmes wollten wir doch noch besichtigen. Was für unsere Kinder ein "echt cooles" Labyrinth war ist für die Indio's eine heilige Stätte. Sie kämpfen heute noch für ihr Land, von dem sie durch blutige Kämpfe vertrieben wurden.



Im 17. Jahrhundert verschanzten sich ca. 5.000 Calchaquí-Indianer vor den spanischen Eroberern in ihrer letzten Verteidigungsbastion Quilmes. Dieser Ort existierte schon seit 800 nach Christus und die Bewohner konnten die Spanier mehrmals vertreiben und über 35 Jahre lang erbitterten Widerstand leisten.
Dennoch wurden sie 1667 von den Spaniern besiegt, denn diese zündeten einfach die Felder an und ließen die Indios so lange hungern, bis der Stamm schließlich aufgeben musste. Außerdem waren die Eroberer inzwischen in der Überzahl und hatten moderne Waffen. Nur wenigen Indios gelang die Flucht, rund 2.000 Indianer wurden gefangen genommen und in einem Gewaltmarsch über 1.200 Kilometer in die heutige Stadt Quilmes nahe von Buenos Aires deportiert und dort zu Zwangsarbeit gezwungen. Unterwegs starben viele durch die Strapazen. Der Rest war entwurzelt und angesteckt mit den Krankheiten der Spanier gingen sie zugrunde. Eine kleine Gruppe wurde in die Nähe von Lules nahe San Miguel de Tucumán gebracht, um dort auf einem Landgut zu arbeiten. Dieser Gruppe gelang es in Verhandlungen mit den Spaniern, ihr Land rund um die Festung Quilmes wieder zurück zu bekommen.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Ruinen von Archäologen der Universität von Buenos Aires freigelegt. Im Jahr 1978 hat ein Team unter Leitung von Norberto Pelissero die Mauern, Terrassen und Wege soweit wie möglich restauriert.
Und die Annahme, dass dieser Text "geklaut" ist, stimmt natürlich  ;-)

Das Areal ist schön eingebettet in einer Bergmulde. Klettert man auf einem der beiden Wege seitlich hinauf, wird man mit einem wunderschönen Rundblick belohnt. Erwähnenswert sind auch die vielen, riesigen Kateen, die hier überall wachsen.



Morgen geht es weiter Richtung nach Cachi und zurück nach Salta.

Steine, Steine und ein See voller Salz
Samstag, 22. Oktober 2011 - 03:05

Mit unserem Mietwagen sind wir von Salta aus Richtung Norden. Auf der RA9 sind wir über schmalen Strassen durch eine waldige Hügellandschaft bis nach San Salvador de Jujuy.


Pferde, Schafe, Kühe oder Esel auf der Strasse sind hier keine Seltenheit

Über eine überraschend gut ausgebaute Strasse fahren wir weiter in die faszinierende Bergwelt der Quebrada de Humahuaca bis ins Dorf Purmamarca, wo wir auch übernachtet haben. Das Dorf ist umgeben von einer gewaltigen, farbigen Steinwelt - fast so als hätte man die Steine bemalt.
Der Cerro de los Siete Colores ist ein Produkt komplexer geologischer Prozesse, die sich etwa 600 Millionen Jahre hinzogen. Die verschiedenen Farbschichten sind Ergebnis von Meeres-, See- und Flusssedimenten, die durch zusätzliche tektonische Bewegungen der Erde zu ihrer heutigen Attraktivität gelangten. (Quelle "Wikipedia" ;-)

Die Menschen hier sind auffällig klein, freundlich und dunkelhäutiger als sonst wo - echte Indio's eben... sie verkaufen rund um den Dorfplatz ihre (manchmal) selbstgestrickten Pullover, Schals, Mützen und Poncho's.

    
Quebrada de Humahuaca                                 Wanderung rund um Purmamarca - Paseo de los Colorados

    
Dorfzentrum Purmamarca                      Felsen fast wie bemalt

  
Unbeschreiblich schön - die Bergwelt rund um Purmamarca          Die Dorfkirche hat ein Dach aus Kateenholz


Am nächsten Tag fahren wir weiter auf der kaum befahrenen aber ziemlich spektakulären Strasse bis auf die Passhöhe (rund 4100 m.ü.M.).  Die Luft hier oben ist merklich dünn und viel kälter als in Purmamarca. D'Fätzehaar beklagt sich über "Bauchschmerzen" - wie fast immer wenn wir so hoch oben sind. Schon bald nach der Passhöhe sehen wir in der Ferne den riesigen Salzsee Salinas Grandes del Noroeste.
Der ca. 820 km2 grosse See auf ca. 3450 m.ü.M. entstand vor 5-10 Mio. Jahren aufgrund tektonischer Veränderungen der Osthänge der Anden. Der See ist heute aber trocken und hat eine rund 30 cm dicke Salzschicht.

    
Spektakuläre Passstrasse bis auf 4100 m.ü.M.                     Salzsee Salinas Grandes del Noroeste


     
mir zwei @ Salzsee                                 Haus und Lama aus Salz - Kinder aus Fleisch und Blut
("Joe" trägt seine Haare heute offen ;-)    



Weiter ging es auf der legendären Ruta 40. Diese Strasse ist rund 5000 km lang und führt von der südlichen Spitze von Patagonien bis nach Chile. Sie ist teilweise in so schlechtem Zustand, dass einem sogar davon abgeraten wird, die Strasse überhaupt zu befahren. Und wenn doch, dann nur in einer Gruppe mit mehreren Fahrzeugen.
Die ca. 70 km lange Strecke zwischen den Salinas Grandes und San Antonio de Los Cobres aber ist zwar nicht asphaltiert aber in einigermassen gutem Zustand - von einigen heftigen Schlaglöcher, die uns fast einen Achsenbruch eingebracht haben, einmal abgesehen.
Hier gibt es kaum andere Fahrzeuge. Ausser Lamas, Eseln und einsamen Häusern ist uns auf dieser Hochebene während den fast 2 Stunden Fahrzeit kaum etwas begegnet. Und wir fuhren immer in der Hoffnung, dass unsere Pneu’s dieser grossen Belastung standhalten und unser Wasservorrat auch für eine längere Zeit ausreichen würde. Die riesige, einsame Hochebene ist gesäumt von noch höheren Bergen und das Landschaftsbild hat sich während unserer fast 2 stündigen Fahrt kaum verändert.

     

Fast ohne Proviant losgefahren waren wir der Meinung, dass wir uns in der letzten grossen Ortschaft vor der Chilenischen Grenze in San Antonio de Los Cobres ausreichend verpflegen konnten. Dort angekommen waren wir aber ganz schön überrascht. Keine asphaltierten Strassen, keine einigermassen ansprechenden Restaurants und die Läden alle wegen Siesta geschlossen… Es wirkte auf uns wie eine Geisterstadt.

      
   Lama's auf dem Weg                                Die Strassen von San Antonio de Los Cobres


Also entschieden wir uns, unsere letzten Cracker zu essen und gleich weiter zum Viadukt des „Tren a las nubes“ Zug in die Wolken zu fahren. Weitere 13 km und fast 1000 Höhenmeter auf einer üblen Holperpiste. Etwas Abwechslung brachte einen Bach, der quer über die Hauptstrasse lief.  Auch hier in der guten Hoffnung, der Wassergraben möge nicht zu tief sein, so dass wir nicht steckenbleiben…

Dieser "Tren a las nubes" startet in der Stadt Salta (1200 m.ü.M), überwindet einen Pass von 4500 m.ü.M. und endet auf der anderen Seite der Anden in Chile. Die Bauarbeiten für die Zuglinie begannen im Jahr 1921 und dauerten noch 27 Jahre an.

Das Viadukt La Polvorilla ist auf 4200 m.ü.M., 65 Meter hoch und 224 Meter lang… und rostig..

      
Viadukt La Polvorilla    - 4200 m.ü.M.

  


Die Fahrt zurück nach Salta schien einfach nicht enden zu wollen. Was erst mit einer herrlich asphaltierten Strasse begann, änderte sich aber nach ca. 70 km wieder in eine Holperpiste. Auf zum Teil ziemlich „gfürchigen“ Teilstücken (Umleitungen wegen Bergrutschen) fuhren wir durch gewaltige, eindrückliche, andersartige Felslandschaften. Wir fuhren durch kleine Dörfer, die neben einer recht stattlichen Kirche, einer Schule und einer Bushaltstelle kaum Häuser hatten. Unsere Kinder fragten sich immer wieder, ob da wirklich Menschen leben...

Salta erreichen wir völlig K.O. von der langen Autofahrt ohne Verpflegung und den vielen neuen Eindrücken erst kurz vor dem Eindunkeln.
Ein Rind, ein erstklassiger Wein (Don David Malbec 2008 Bodega El Esteca, Cafayate) und ein süsser Flan verhalf uns aber wieder zu neuen Kräften :-)

 
Die Schöne und der Muttertag
Donnerstag, 20. Oktober 2011 - 06:45

Salta bedeutet in der Indiosprach "die Schöne" und uns gefällt es auch ganz gut hier.
Es gibt ein recht hübsches Stadtzentrum mit Fussgängerzone und zwei sehr schöne Kirchen.

Und es gibt Pompons... überall und in allen Farben.




     

    


man merkt, dass die Wahlen anstehen... Wahlkampfveranstaltugen und Plakate überall


Offenbar wird der Muttertag hier im Oktober gefeiert - schliesslich ist jetzt hier ja Frühling... Und das Geschäft mit der der Mutter wird hier ganz schön heftig betrieben. Überall werden Blumen verkauft - bzw. gekauft, kaum ein Geschäft das nicht die "Feliz dia Mama" im Schaufenster hängen hat...



das muss noch sein...
Freitag, 14. Oktober 2011 - 21:48

Wir möchten euch noch Carbon vorstellen.

Er ist der Hund, der die Ranch hier bewacht und der Liebling von uns allen ist.

Ihn werden wir bestimmt am allermeisten vermissen....

  



Adios Los Toritos!
Donnerstag, 13. Oktober 2011 - 23:16

Die knapp 4 Wochen hier sind im Fluge vergangen...

Einerseits freuen wir uns darauf, endlich das Land zu bereisen - wir haben eine tolle Reise zusammengestellt. Andererseits sind die Kinder bestimmt traurig, wenn sie die ganzen Tiere (Hühner, Hund, Schaf, Pferde) hier zurücklassen müssen. Auch wir Erwachsenen sind ein bisschen nervös - das Reisen hier in einem Land, wo wir die Sprache nur "ansatzweise" sprechen können, wird bestimmt nicht ganz so einfach. Und in einem Land, wo sogar das Bargeldbeziehen nicht einfach ist und das Benzin bzw. vorallem Diesel ein knappes Gut ist und man oft nur mit etwas Glück tanken kann...

Morgen Nacht werden wir aber mit dem Bus nach Salta weiterreisen.

Wir haben keine Ahnung, ob und vorallem wie oft wir in den nächsten 4 Wochen Internetzugang haben werden.





Aber jetzt noch ein bisschen über "Italienische Esskultur" in Argentinien... Offenbar sind in den Jahren um 1870 sehr viele Italiener nach Argentinien gekommen und haben natürlich auch einige ihrer "Traditionen" mitgebracht. Zum Beispiel die Salami...

        
Immer am Montag wird das Fleisch geliefert und dann wird die ganze Woche gearbeitet bis....

 
...am Samstag die Salami im Keller hängen.  (aber ehrlich - der "Duft" hier in diesem kleinen Keller war kaum auszuhalten... )



Oder auch die Weine - hier die Bodega La Caroyense. Bis vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2000 noch in italienischen Händen...

     
Das Gebäude der Bodega wurde einer Kirche im Friaul nachgeahmt...  Die Führung machten wir mit mind. 40 Kindern :-)




Und zum Schluss noch dies:

Es gibt hier die Sage einer Frau, die sich mit ihrem Baby in der trockenen Steppe verirrt haben soll. Sie hat den Weg nicht wieder gefunden und ist unterwegs gestorben. Das Baby aber soll lebend gefunden worden sein. Es konnte noch an der Brust seiner Mutter weiter trinken.
Die Frau gilt hier als "Heldin" und wenn man ihr Wasser hinstellt, werden die so dringend benötigten guten Noten an einer Prüfung Wirklichkeit oder die grosse Liebe wird erwidert, oder die Gesundheit wird sich wieder verbessern, etc.
Das ist doch wirklich praktisch!

 
man findet diese Orte immer wieder an den Strassenrändern... Offenbar sind manche Wünsche so gross oder wichtig, dass man sogar einen 20l Kanister hinstellt.


Die Fotos unserer Zeit auf der Ranch findet man hier.

Die Zeit rennt... unsere letzten Tage hier
Mittwoch, 12. Oktober 2011 - 04:47

Langsam denken wir schon wieder an die Abreise von hier... Am nächsten Freitag ist es auch schon soweit...

Wir planen, telefonieren, buchen, reservieren... Die Gastgeber unterstützen uns dabei.

Heute waren wir mit dem Pferd durch den Busch und durch Dornen, wie wir sie in der Schweiz nicht kennen (3 cm lang und sogar unsere Turnschuhe sind kein Hindernis) bis an die nördliche Grenze des Grundstückes spaziert. Immerhin waren wir rund 30 min (one way) unterwegs...

   


hier erzählte "Ri" gerade von den hier freilebenden Puma's und wie sich sein Sohn vor Jahren genau hier vor einem davonschlich....


A Baby is born
Mittwoch, 12. Oktober 2011 - 02:42

Nach 3 wöchiger Verspätung ist es nun also gestern Nachmittag zur Welt gekommen - das erste Fohlen.


das kleine Ding ist hier etwa 2 Stunden alt...



Auf ein zweites Fohlen einer anderen Stute wird noch gewartet. Wir hoffen, dass es noch vor unserer Abreise geboren wird...

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