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Truthahn und "Black Friday"
Mittwoch, 30. November 2011 - 23:39

Den Thanksgiving-Abend verbringen wir in Naples.
Es scheint in Naples "wohne" das grosse Geld ;-) Alles ist gepflegt, teure Boutiquen, Restaurants, deutsche Autos...

Und die Weihnachtsbeleuchtung ist schon in voller (und ich meine wirklich in voller) Pracht. An jeder Strassenlaterne mit Kugeln dekorierte (natürlich künstliche) Tannenastgirlanden und Lämpchen. Wunderschön - das sollten sich die Verantwortlichen für die Weihnachtsbeleuchtung in Zürich (Bahnhofstrasse) mal anschauen ;-)



Gar nicht so einfach, (an diesem speziellen - oder auch immer) Abend ein zahlbares Lokal zum Essen zu finden. Schlussendlich haben wir unseren Truthahn mit dem viel zu süssen Kartoffelpüree und dem schrecklichen Kürbiskuchen im Restaurant gleich bei unserem Hotel bekommen.

"Black Friday" wird der Tag nach Thanksgiving genannt. An diesem Tag stehen Superman, Gozilla und andere Figuren an den Strassen, um die vielen, kaufwilligen Leute in ihre Geschäfte zu locken. In den Läden der Outlets gibt es zu den sonst schon reduzierten Preise nochmals 50% Rabatt. Wir haben unsere mittlerweile recht abgenutzten T-Shirts für sehr wenig Geld "ausgewechselt" - wir tragen jetzt Hilfiger, Polo, etc. ;-)


Florida Keys, Key West und Ernest Hemingway
Dienstag, 29. November 2011 - 23:17

Die Florida Keys sind eine Kette aus über 200 Koralleninseln mit einer Gesamtlänge von über 290 km.
Sie liegen vor der Südspitze der Halbinsel Florida zwischen dem Golf von Mexiko und dem Atlantischen Ozean. 

Die (ziemlich lange) Fahrt nach Key West alleine ist schon ein Erlebnis für sich. Die Brücken sind teilweise gigantisch - genauso wie man es aus dem Film kennt (früher gab es doch eine TV-Serie deren Name ich leider vergessen habe... vielleicht kann mir jemand helfen... Im Vorspann sah man den g,utaussehenden Hauptdarsteller über im Cabriolet über die Brücken fahren;-)

Bis zu einem Hurrikan im Jahre 1935 waren die Inseln durch eine Eisenbahnlinie verbunden. Heutzutage erreicht man die Inseln über die 42 Brücken des Overseas Highway, der anstelle der Eisenbahnlinie errichtet wurde, und die bis nach Key West reicht. Die bekannteste der Brücken ist die „Seven Mile Bridge“ - sie ist ihrem Namen entsprechend 7 Meilen lang (etwa 11 km).



Wer mehr Details über die Entstehung und die Geschichte der Keys wissen möchte kann sich hier schlau machen. 


Die Hauptstadt "Key West" ist viel hübscher, als wir erwartet haben. Diese wunderschönen, weiss oder hellblau gestrichenen Holzhäuser mit Veranden sind ein Traum. Es scheint so, als hätte es im Moment nicht viele Touristen hier - die abendlichen Strassen und die Strände sind nicht überfüllt.

  
"unbeaufsichtigte Kinder werden gegessen" - und das in einem Laden in der Hauptstrasse ;-)


  
der Strand ist war wunderschön - das Meer "haut" uns aber nicht aus den Socken (deshalb schwimmen wir lieber im geheizten Hotelpool)

  
Typische Architektur                       ein Drink auf einer Veranda (ohne Kinder - sie wurden kurz vorher gegessen ;-)


Von Homosexuellen oder "exzentrischen Bewohnern" (wie im Wikipedia erwähnt) haben wir allerdings nichts bemerkt.

Hier befindet sich übrigens auch der südlichste Punkt der USA, der auf dem Landweg erreicht werden kann. (der wirklich südlichste Punkt der USA befindet sich ja auf Big Island, Hawaii). Wir verzichten, uns in die bereits recht lange Reihe zu stellen, nur um den "Marker" zu fotografieren auf dem stehen soll, dass Kuba 90 Meilen entfernt ist. (Miami ist übrigens 180 Meilen entfernt).


Ernest Hemingway hat sich neben Havanna als zweites Zuhause Key West ausgesucht. Sein Haus kann besichtigt werden. Im Haus wohnen noch ca. 40 Katzen die alle Nachfahren seiner geliebten Katzen sein sollen...

  

  
in Hemingways Garten...                                           wie wahr!  ;-)

  
Auf den Spuren von Hemingway: in Sloppy Joe's Bar soll er allabendlich seine Mojitos getrunken haben. Wir essen Salat - und zwar viel! ;-)

Dass uns die Polizei mit Sirenen verfolgt hat, weil es Joe besonders eilig hatte, ein Rotlicht überfahren hat und zu allem Glück seinen Fahrausweis im Hotelzimmer hat liegen lassen, fanden die Kids irgendwie schaurig-lustig.

Wir verbringen zwei gemütliche Tage in Key West und sind uns einig, dass das genügend lange ist... Viel kann man hier nämlich nicht unternehmen (wenn man nicht auf's Schiff will).


Die Everglades
Dienstag, 29. November 2011 - 22:02

Die Everglades - ein Weltnaturerbe der UNESCO - sind ein tropisches "Marschland" (Überschwemmungsland) und reichen vom Lake Okeechobee im Norden bis an die äußerste Südspitze von Florida. Sie werden auch "Grasfluss" genannt. Dieser Fluss ist auf den ersten Blick nicht als solcher zu erkennen, da er nur selten als offene Wasserfläche zutage tritt. Vielmehr ist diese bis zu 60 km breite Wasserader oft nur einige Zentimeter tief, so dass fast die gesamte Fläche von Gras bewachsen ist, trotzdem fließt er mit 1 Meter pro Stunde.
Nur in den etwas erhöhten Gebieten wachsen gelegentlich Bäume, beispielsweise Zypressen, Gumba-Limbo-Bäume, Königspalmen sowie Mahagonibäume. Der höchste natürliche Punkt im Nationalpark liegt nur 2,4 Meter über dem Meeresspiegel.

Die Szenerie ist wunderschön ruhig. Alles ist flach, die Wolken scheinen sich mit dem Horizont zu vereinen. Die einzigen Geräusche sind die schreienden Vögel oder ab und zu ein Auto.



  
Zypressenbäume im Sumpf                                 "Grasfluss" - nur selten sieht man das Wasser
(im Winter ohne "Blätter")      
            

Hier leben Schlangen, Manatees (Seekühe), Wildkatzen (Puma's), Waschbären vorallem sichtlich viele Wasservögel (auch solche die sehr lange tauchen können) und - zum "Schrecken" der Kinder - auch Alligatoren und Krokodile. Die Everglades sind übrigens die einzige Region weltweit in der sowohl Alligatoren als auch Krokodile leben.

Und fast hätte ich diejenigen Tierchen vergessen, denen die Everglades sozusagen gehören: die Moskitos ;-) Es gibt soviele Moskitos, dass die Forschung hier die Tauglichkeit von Insektenschutzmitteln testet.
 
Ganz gut, dass im Moment vergleichsweise nur sehr wenige Moskitos herumfliegen - trotzdem liess es sich nicht vermeiden, dass wir ein Teil der hiesigen Nahrungskette geworden sind;-)

    
Manatee's im Hafen von Flamingo - schnaubend und ganz gemächlich...    (das 2. Bild ist ein selbstgeklautes Foto ;-)



Alligator!
Dieses Tier ist echt und lebendig... und es lag am Wegesrand! Etwas flau wird einem ja schon, wenn man in nicht mal 2m Entfernung daran vorbeigehen soll... Vorallem wenn man kurz vorher im Visitor Center informiert wurde, dass die Tiere sehr viel schneller reagieren können, als man dem träge wirkenden Tier zutraut.

  
wunderschöne, ruhige Szenerie bei bereits etwas tiefstehender Sonne (West Lake)

Etwa die Hälfte der ursprünglichen Fläche der Everglades wird heute landwirtschaftlich genutzt. Die andere Hälfte ist durch den Nationalpark und die umliegenden Naturschutzgebiete geschützt. Totzdem steht das "System" auf wackligen Beinen. Nur noch etwa die Hälfte des Wasser des Lake Okeechobee erreicht heute die Everglades. Der andere Teil des Wassers wird u.a. für die Bewässerung der Landwirtschaft verwendet. Weiter wird das Wasser zur Trinkwassergewinnung für die Städte (u.a. Miami) verwendet. So wird dem "System" das Wichtigste überhaupt entzogen.

  
Zypressenbäume stehen im seichten Wasser                                        Flamingo

  
Wir waren uns alle sofort einig: HIER würden sogar wir nochmals campieren... mit riesigem Wohnwagen, Bootssteg und Boot (Chokoloskee)



Miami und American Football
Samstag, 26. November 2011 - 21:02

Wir haben den 10 Stunden Nachtflug von Buenos Aires nach Miami gut überstanden. Die Kids sind mittlerweile richtige "Profis" was das Fliegen anbelangt.

Miami kommt uns jetzt - nach den 2 Monaten in Argentinien - irgendwie seltsam "banal" und viel zu "aufgeräumt" vor... Die Strassenbilder der Städte der USA scheinen sich immer zu wiederholen. Die selben Supermärkte, die selben Strassenmuster, überall Hochhäuser, dieselben Fastfood-Restaurantketten und die viel zu stark heruntergekühlten Hotellobbies.... So auch in bzw. um Miami-Beach. 
Aber wir wohnen in einem sehr schönen Hotel (Westin) direkt am Strand mit einer aussergewöhnlichen Poollandschaft und geniessen die warmen Sonnenstrahlen. 


Dieses Lebkuchenhaus ist während unseres Aufenthaltes im Hotel entstanden. Schade konnten wir das fertige "Knusperhäuschen" nicht mehr sehen...



"Joe" hat Tickets für ein Spiel der "Miami Dolphins" besorgt. Das war fantastisch.

Die Fans (auch gegenerische) sind gaaanz friedlich und freundlich - Agressivität ist hier keine zu spüren. Im Gegenteil: "Party, Food, Drinks and Friends" - so lässt sich das ganze Spektakel wohl am einfachsten beschreiben.
Ganz im Gegensatz zu den Fans in Europa oder Südamerika...

Das Spiel selber haben wir nicht bis ins letzte Detail verstanden - bei den "Touchdowns" der Miami Dolphins haben wir trotzdem lautstark mitgejubelt ;-)


 
volles Haus...

 
Die Miami Dolphins haben gewonnen - das Stadion ist schon leer... und noch immer alles ganz friedlich.


Adios Argentina
Samstag, 26. November 2011 - 20:26




Wir wundern uns langsam, warum uns die "Abschiede" immer so schwer fallen... 
Kaum zu glauben, dass sie vorbei sind - die 2 Monate Argentinien ;-( Und wir haben so viele schöne Dinge erlebt und wir alle haben viel gelernt oder erfahren.

Auch wenn wir uns ab und zu gefragt haben, warum hier gewisse Dinge sind wie sie sind, wir uns über einige Unzuverlässigkeiten gewundert haben oder wir uns geärgert haben, weil hier die Touristen (in den sehr touristischen Regionen wie z.Bsp. Patagonien) richtiggehend „ausgenommen“ werden – wir haben die Schönheit des Landes, die Herzlichkeit (der teilweise sehr armen) Menschen, den Lebensstil, die Empanadas, die Dulce de Leche, die erstklassigen Weine, die berühmten Steaks und die uralten Autos richtig liebgewonnen.


Jetzt fliegen wir nach Miami….




Zum Schluss noch dies:

Pizza oder Raclette?   :-) 
Dieser Rest haben wir einpacken lassen und einem Obdachlosen gegeben. Jetzt hoffen wir, dass ihm davon nicht übel wurde....


Buenos Aires - die Weltstadt
Samstag, 26. November 2011 - 20:25

In Buenos Aires wohnen wir „in style“. Wir haben eine tolle Wohnung im Quartier „San Telmo“ (Defensa) bekommen. Die Wohnung ist in einem historischen Gebäude und ist entsprechend eingerichtet. Die hohen Räume, der alte Parkett, die schwarz-weissen Fliesen und die vielen tollen Bilder gefallen uns allen. Wir fühlen uns auf Anhieb „Zuhause“. So haben wir endlich mal wieder alles aus unseren Gepäckstücken ausgepackt und aussortiert. Die jetzt nicht mehr nötigen warmen Sachen schicken wir nach Hause.

     
unsere Wohnung in San Telmo


   
IKEA-Tasche voll gefüllt geht nach Hause...              Hier gibt es viele, richtig tolle Restaurants


Wir erleben 4 spannende Tage in dieser lebendigen Stadt. Buenos Aires präsentiert sich recht weltstädtisch mit ihren unglaublich vielen Plätzen, Monumenten und Statuen. Der Plaza de Mayo und die Av. De Mayo ist den Strassen von Paris nachempfunden.


Frühling in Buenos Aires

     
Plaza Dorrego, San Telmo    - Live Musik und Tango                                 Tango in La Boca (das Quartier -
                                                                                                                früher wohl eine verruchte 
                                                                                                                Hafengegend - erinnert uns
                                                                                                                irgendwie an Disney Land o.ä. ;-)

  
als es dunkel wurde, wussten wir, warum das "Casa Rosado" in Englisch übersetzt "The pink house" genannt wird...

  
San Martins Grab wird streng bewacht... Zufällig konnten wir eine Wachablösung miterleben


     
Obelisco  Av 9 de Julio           La Defensa (bei unserer Wohnung)        Dä Bueb beim Frisör (es gab
                                                                                                          Tränen, weil er die Haare
                                                                                                          nicht ganz so kurz wollte)

  
Recoleta (das Quartier der Reichen - aber nicht nur) - diese Bäume sind ein Traum für die Kinder...  Die Wurzeln sind teilweise so gross, dass sie sogar von Obdachlosen "bewohnt" werden (sehen wir an herumliegenden Matrazen)


Und wir erkennen, dass Evita und Juan Perons Taten noch heute in der Politik Argentiniens eine gewisse vorbildliche Rolle spielen. Wir möchten hier aber nicht zu sehr ins Detail gehen....


Ausgerechnet "Joe", der eigentlich nicht ins Evita-Museum wollte, war ganz fasziniert...


     
Unglaublich viele Menschen...  Das erste Mal in der Geschichte ist auf einem offiziellen Präsidentenfoto eine Frau zu sehen
 
Bus statt Flug
Samstag, 26. November 2011 - 20:21

Unser Flug von Iguazu nach Buenos Aires wurde gestrichen. Die Mitarbeiter von Aerolineas müssen ganz schön unglücklich sein… Ein paar Tage zuvor gab es aufgrund von Streiks heftige Verspätungen – und (ausgerechnet) heute fallen alle Flüge aus… Wie wir später erfahren sind solche Streiks keine Seltenheit.

Wir entscheiden uns, ohne lange auf Neuigkeiten seitens der Airline zu warten, sofort zurück ins Dorf zu fahren und versuchen ein Ticket für einen Bus zu bekommen. Wir haben Glück. In 2 Stunden geht unser Bus mit 17 Stunden Fahrzeit nach Buenos Aires.

Haben wir schon mal erwähnt, dass Busfahren in Argentinien eine wirklich gute Alternative zum Fliegen ist? Die Busse sind sehr komfortabel und jeder hat viel Platz. Oft kann man ganz flach liegen und wunderbar durchschlafen. Und man bekommt sogar Mahlzeiten serviert. Viele Busse verfügen über ein Entertainmentsystem – verschiedene Filme stehen zur Auswahl. Also fast wie Fliegen in First Class ;-)

Wasserkraft, Vögel und die berüchtigte Stadt in Paraguay
Donnerstag, 17. November 2011 - 06:17

Wir mieten uns ein Taxi für einen Tag und lassen uns wie Fürsten herumchauffieren.

Als erstes überschreiten wir die Grenze und besuchen in Brasilien den Parque das Aves (Vogelpark).
Mit viel Platz hat man hier auf ca. 16,5 Hektar Fläche innerhalb nativen Waldbestandes 180 verschiedene Vogelarten untergebracht. Die Mehrheit der Vogelarten stammen aus Brasilien. Weiter gibt es da Schmetterlinge und Kolibri's. Die Kinder hatten riesig dä Plausch an den sprechenden Papageien.

  
Tucan - das Markenzeichen... er kann tatsächlich fliegen (trotz riesigem Schnabel)


   
Papageien - in allen möglichen "Ausführungen" und prächtige, riesige Schmetterlinge







Weiter ging es zu einem der grössten Wasserkraftwerke der Welt -  Itaipú in Foz do Iguaçu (Brasilien/Paraguay).
Die beiden Staaten Brasilien und Paraguay (deshalb der Name Binacional) haben 1966 Verhandlungen begonnen, einen der wasserreichsten Flüsse der Erde, den Paraná (er hat zu Hoch-Zeiten bis zu 30.000 Kubikmeter/ Sekunde Wasserdurchfluss.) zur Stromerzeugung zu nutzen und damit den immensen Energiebedarf der Region Sao Paulo und des südlichen Brasiliens zu decken. 
Im Jahre 1975 wurde mit den Arbeiten begonnen und im Jahre 1995 nach Baukosten von geschätzten 18 Mrd. U$ weitestgehend beendet.
Mit etwa 12 Millionen Kubikmeter Beton - weniger als beim viel kleineren Hoover-Damm bei Las Vegas, wurde eine 196 bis 220m hohe und im Haupt- und Flügeldamm 2000m lange Staumauer geschaffen.
Brasilien kann mit seinen 9 Generatoren 15% seines Strombedarfs decken. Paraguay reicht eine Turbine zur Stromversorgung des gesamten Landes aus. Zur Abbezahlung der Baukosten muss aber Paraguay bis 2033 den nicht benötigten Strom unentgeltlich an Brasilien abgeben.

Das Bauwerk ist auf den ersten Blick nicht besonders eindrücklich. Irgendwie erwartet man doch eine gewaltig grosse (hohe) Staumauer. Aber beim Blick "dahinter" wird einem bewusst, welch gewaltiges Bauwerk sie ist und welch grossen Stausee hier entstanden ist. Wieviele Indio's hier ihre Heimat verlassen mussten wird nie thematisiert - nur wie bewusst das Unternehmen ihre "soziale Verantwortung" wahr nimmt und z.Bsp. Schulen baut, etc.

  

     
die Turbinen                                           überschüssiges Wasser fliesst hier weiter...


Ein Stausee mit gigantischen Ausmassen...



Wir überquerten die Grenze erneut und sind in Paraguay. Die Stadt "Cuidad Del Este", die als Shopping-Paradies recht bekannt ist, war unser Ziel...  Erst sind wir etwas erstaunt, wieviele Menschen offenbar von Brasilien über die eindrückliche, recht hohe und lange Brücke nach Cuidad del Este "pilgern" um einzukaufen. Eine Völkerwanderung - und alle schwer mit Einkaufstüten beladen.
Und dann sind wir ganz schön überwältigt von der grenzenlosen Geschäftigkeit dieser schmutzigen, irgendwie verruchten Stadt. Überall auf den teilweise engen Strassen gibt es Verkaufstände, viele Passanten, Müll am Boden, unzählige Mofa's und Auto's die sich auch noch durch die Strassen quälen. Das Durchkommen durch die Strassen zu Fuss erfordert volle Konzentration und viel Redekraft, um die vielen Verkäufer auf den völlig überbevölkerten Strasse abzuwimmeln (die wollten mir alle eine neue Sonnenbrille verkaufen ;-). 
In den Käufhäusern tummeln sich die Touristen und bezahlen da viel zu viel für Kaffee, Schmuck oder Elektronik. Und die Ware auf der Strasse dünkt uns doch etwas zu "billig" - also kaufen wir nichts.

Und wir haben uns nicht getraut, diese Strassenszenen ausserhalb des Auto's zu fotografieren, deshalb nur ein recht lausiges und ziemlich untypisch-harmloses Foto aus dem Innern des Auto's ;-) - der eingesetzte Regen verbessert die Qualität nicht wirklich...



Day off in Puerto Iguazu
Donnerstag, 17. November 2011 - 05:53

Nach dem satten Programm der letzten Tage (oder sind es Wochen?? ;-) gönnen wir uns endlich einen freien Tag. Wir lümmeln am Pool, bringen unsere Wäsche in die Wäscherei, flanieren im Dorf, etc.

Abends gönnen wir uns wiedereinmal ein richtig schönes Stück Fleisch - dieses berühmte argentinische Steak... Wir bereuen noch heute, dass wir diese zwei Prachtsstücke (beide über 400gr für umgerechnet knapp 30 CHF) nicht fotografiert haben, damit wir sie hier zeigen könnten... ;-)  zart und saftig direkt vom Grill.

Die Kids haben die Wandtafel im Restaurant mit patriotischen Kunstwerken verschönert.





Iguazú - von oben, von unten, von vorne, darunter und dahinter...
Donnerstag, 17. November 2011 - 05:52

Feiner Sprühnebel, tosender Lärm... 

Die Wasserfälle Iguazú sind gigantisch und einmalig. Breiter als die Victoria-Fälle, höher als die berühmten Niagara-Fälle und man sagt, sie seien schöner als alle beide...
Auf jeden Fall ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Auf einer Breite von gut 2700 Metern stürzt das Wasser mitten in einer Urwaldszenerie an der argentinisch-brasilianischen Grenze mit tosendem Lärm bis zu 80 Meter in die Tiefe. Damit zählen die Wasserfälle in Iguazú zu den größten der Welt. 

Entstanden sind die Fälle nach einer vulkanischen Eruption und einer tektonischen Verschiebung der südamerikanischen Kontinentalplatte vor Millionen von Jahren.

Die Fälle und der Nationalpark gehören seit 1984 zum UNESCO Weltnaturerbe. 

Und am Tag nach unserer Besichtung der Fällen wurden sie provisorisch zu den 7 neuen Weltwunder der Natur (http://www.new7wonders.com) ernannt... Das Dorf Puerto Iguazu hat mit Feuerwerk gefeiert!  :-)
Wusste eigentlich jemand von euch, dass die Schweiz mit dem Matterhorn ebenfalls zu den 28 Finalisten gehörte und man eigentlich hätte abstimmen müssen?


  
"Garganta del Diabolo" - höllisch tief, teuflisch nass....

Am so genannten "Teufelsrachen" (Garganta del Diablo), der mit seinen 14 Wasserfällen ein Teil der Cataratas ist, donnern 13.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Tiefe.

In der Indianersprache Guaraní bedeutet Iguazú "Grosses Wasser" - das ist nicht sonderlich verwunderlich....



  
die Kinder staunen nicht schlecht.....

  
Ruderbootsfahrt durch den Dschungel - etwas entfernt kann man ab und zu den Sprühnebel der Fälle sehen.


  
wet, wet, wet....              mir zwei - pflotschnass...

  
verrückt, wie nah man überall an die Fälle heran kommt... manche Wege bzw. Brücken führen direkt über einen Fall.





http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,752440,00.html
manchmal besser, man liest solche Artikel erst nachher...

Die Bootsfahrt war atemberaubend. Was ganz gemächlich als "Fototour" startete, wandelte sich kurz später in ein Abenteuer. Rasant nimmt das Boot mit den johlenden, kreischenden, verrückten Argentinier Kurs in Richtung "Granata del Diabolo" auf und fährt mitten in die tosenden Wasserfluten. Da atmete keiner mehr ;-)
Dann wieder zurück zum anderen Teil der Fälle - wieder minutenlanges Duschen... Hier blieb keiner trocken - wet, wet, wet - und nicht nur das Shirt ;-) 

  
Kroko?                                   Irgendein ziemlich grosses Reptil -
                                              besser man kommt ihm nicht zu nahe....

  
ob aus diesem putzigen Kerlchen einmal ein solch prächtiger Schmettling wird?


   
furchtlos... sie springen auf die Geländer          Superameise: 2,5cm lang
vom Weg - egal ob man da gerade durchgeht...
Leider konnten wir nicht ausfindig machen,
wie sie heissen. D'Fätzehaar meinte,
dass sei sicher ein Dachs.


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