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Letzter Blog-Eintrag...?
Sonntag, 29. April 2012 - 18:29

Nun ja - nicht ganz.
Aber es wird wohl der letzte sein, der vor unserer Rückreise erstellt wird.

Morgen - am vietnamesischen "Liberation Day" (Tag der Befreiung) - fliegen wir nach Hongkong, wo dann am nächsten Tag in der Nacht unsere Rückreise in die Schweiz startet...

Bis bald!

Zurück in Sai Gon und die Grausamkeiten des Krieges
Sonntag, 29. April 2012 - 18:22

In Hoi An hätten wir es schon noch ein paar Tage länger ausgehalten - aber wir sind jetzt schon wieder zurück in Sai Gon. Die Stadt ist einfach "zuviel"... ;-) Und die "Dame" bekommt auch schon gleich wieder einen allergischen Ausschlag an der Hand (den kriegt sie immer nur in Saigon - was ist hier in der Luft?)

Mit einer Halbtagestour fahren wir zu den bekannten Cu Chi Tunnels.
Die
Cu Chi Tunnel sind ein Tunnelsystem, in dem sich vietnamesische Partisanen im Vietnamkrieg von 1960 bis 1975 versteckt hielten.
Die schliesslich 200 Kilometer lange Tunnelanlage besaß 3 Etagen. Die Oberste lag 3-4 Meter unter der Erde. Die zweite Etage lag 6 Meter unter der Erde und diente als Unterschlupf für Kinder, ältere Menschen und verletzte Soldaten. Die Unterste, 8-10 Meter unter der Erde, beherbergte Krankenhäuser und sonstige Heilstätten. Unter der Erde waren also ganze Städte entstanden mit Schulen, Lazaretten, Büros und Schlafgelegenheiten. Die unterirdischen Gebäude waren durch enge Tunnel von ca. 80 cm Höhe und 60 cm Breite verbunden. Als Eingänge dienten mit Grasbewuchs und Laub getarnte Klapptüren. Die Eingänge waren zudem durch einfache, aber wirkungsvolle Fallen wie Bambusspieße gesichert.
Für Touristen wurde ein Teil der Tunnels auf 1,20 Meter Höhe und 0,80 Meter Breite vergrößert. Den Kindern machte es sichtlich Spass, durch die dunklen Tunnels zu kriechen.
Dass man im Hintergrund das Knallen vom Schiessstand aus so gut hören konnte, machte die ganze Situation ziemlich "echt" - "dä Bueb" zumindest war ein bisschen "eingeschüchtert" ;-)

   
Model der Tunnelanlage                                Fallen - in verschiedenen Variationen

     
Einstieg bzw. Eingang ins Tunnelsystem                            

Aber wo wurde die riesige Menge Erde versteckt, die da beim Bau der Tunnels angefallen ist? Hätten die Vietcongs sie einfach vor den Eingängen der Tunnels liegengelassen, wären die Tunnels sofort erkannt worden.
Es wurden also einerseits B52-Einschlagslöcher und frisch bearbeitete Reisfelder aufgefüllt, und es sind "künstliche" Termitenhügel im Wald erstellt worden (und wurden zur Abhörung des Feindes benutzt).

Wir sind überhaupt recht beeindruckt, welche Kreativität die Vietcongs bei der Waffenherstellung, Verteidigung und dem allgemeinen Leben im Tunnel an den Tag gelegt haben. Z.Bsp. entwickelten sie spezielle Fallen, Wiederverwendeten und zersägten die B52-Bomben um eigene Minen und andere Waffen zu bauen. Das Kochen wurde auf den frühen Morgen gelegt, damit der Rauch als Morgenneben gedeutet wird. Sie verwendeten sogar dieselbe Seife wie die Amerikaner damit die eingesetzten Spürhunde sie nicht finden konnten. Und es gäbe noch viele weitere Beispiele.

Uns wundert es nicht, dass die Amerikaner hier nicht klar gekommen sind...




Nach der Tour - zurück in Saigon - entscheiden wir uns, gleich noch das "War Museum" (Kriegsmuseum) zu besichtigen.
Vorweg: wir werden hier nicht "politisch". Welche Auswirkungen dieser wahnsinnige Krieg auf unsere westliche Gesellschaft hatte, weiss vermutlich jeder von uns. Die "Peace"-Bewegung überall auf der Welt war enorm. Und die Kinder wissen jetzt, warum z.Bsp. im australischen Hippie-Dorf Nimbin dieses Festival stattgefunden hat und sich das Dorf zu dem entwickelt hat, was es heute ist.

    
Flap, Panzer, Flugzeuge, Helicopter                         Foto aus dem Jahr 2008: die immer
                                                                          noch sichtbarenden Einschlaglöcher
                                                                         der grossflächigen B52-Bomber-Einsätze


Im Museum selber wird hauptsächlich mit Fotos die Grausamkeit dieses Krieges dokumentiert. 
Unseren Kindern wurde das aber sofort zuviel "Grausamkeit" und sie konnten in einem "Kinderraum" malen und spielen.


Diese Unterschrift eines Fotos gibt einen Eindruck, wie schrecklich die Fotos hier sind...
Fotos der gezeigten Bilder haben wir aber keine gemacht.


Wir sind sehr betroffen von dem Leid, das die Bevölkerung hier und auch die Amerikaner haben erleben müssen. Und dass auch jetzt noch - 3 Generationen später - die Folgen der "Agent Orange"-Einsätze zu spüren sind. Noch immer werden Kinder mit schweren Missbildungen geboren. Und man sieht die Betroffenen übrigens auch oft auf den Strassen der grösseren Städte betteln.
Die Bilder, die wir hier gesehen haben, werden wir vermutlich nie mehr vergessen.

Vietnam - ungeordnete Gedanken
Sonntag, 29. April 2012 - 18:02

Ihr wisst ja vermutlich, dass Vietnam eigentlich gar nicht "Vietnam" sondern "Viet Nam" geschrieben wird... und Saigon ist "Sai Gon", Hanoi ist "Ha Noi" (mal von den vielen anderen "Sonderzeichen" abgesehen)
Als wir aber unterwegs die Wörter "Honda" und "Toilet" in der untenstehenden Schreibweise gesehen haben, mussten wir dann schon etwas schmunzeln...
Hon da     Toi let
Zu unserer Schande gestehen wir, dass wir ja noch nicht mal "Danke" in Landessprache sagen können *schäm*



Wir haben uns Vietnam irgendwie ursprünglicher, unverdorbener vorgestellt. Was vor ein paar Jahren in Vietnam war, ist nun vermutlich irgendwo in Laos oder gar Myanmar (Burma).
Unsere "Gedanken" sind auch von anderer Seite bestätigt worden: in den letzten 6 - 10 Jahren hat sich das Land extrem verändert. Der Fortschritt, das grosse Wirtschaftswachstum bringt nicht nur Gutes: der Geruch des Geldes scheint übermächtig zu sein und es wird auch gelogen, betrogen und geschummelt.  Und es wird gebaut... Hauptsächlich von ausländischen Investoren. Von Kommunismus ist nicht wirklich viel zu spüren.

"Nachhaltigkeit" scheint hier auch nicht so wichtig zu sein - "nichts ist für die Ewigkeit" heisst das Motto. 
Zum Beispiel auch nicht die Brücke, für die anstelle von Eisenträgern (die wurden geklaut und verkauft) Bambusrohre verwendet wurde und kurz nach Fertigstellung einbricht... Und wir fragen uns auch, ob der immer wieder "betrogene" Tourist ein weiteres Mal das Land besuchen will... (wir könnten so viele Beispiele aufzählen - von Guides, die für unsere Kids Eintrittsgeld einkassieren und wir nachher merken, dass Kinder bis 11 J. eigentlich gratis gewesen wären, etc. - aber lassen wir das...)
 
Unsereiner hat ja auch ein bisschen Mühe mit den "Sitten" hier im fremden Land... Wir zuvorkommenden, hilfsbereiten, ehrlichen, rücksichtsvollen Schweizer können nur schwer nachvollziehen, wie hier auf der Strasse, im Markt, auf der Post, etc. miteinander "verkehrt" wird.

Dass man hier aber (ganz im Gegensatz zu "fortschrittlichen" Ländern wie USA oder Australien) wirklich fast überall kostenloses WiFi hat sind die positiven Aspekte des schnellen, ungebändigten Fortschritts.


Hoi An und My Son
Freitag, 27. April 2012 - 20:25

Hoi An war einst der größte Hafen in Südostasien und gilt als ein Hafen der Seidenstraße. Unter anderem wegen der zunehmenden Versandung des Hafens mussten die immer größeren Handelsschiffe in den Hafen von Da Nang ausweichen. So verlor Hoi An im 18. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung.
Diesem "Niedergang" hat die Stadt allerdings den Erhalt des historischen Stadtbildes zu verdanken. Zudem gilt die Altstadt als Einzige, die im Vietnamkrieg unzerstört blieb. Die Altstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Hoi An's historische Altstadt ist eine "Wohltat" wenn man vorher andere Städten und Dörfer in Vietnam besucht hbat. Alles ist sauber, schön und ruhig. In der Altstadt findet man hauptsächlich trendige Restaurants, Bars, Galerien, Laternengeschäfte und vorallem Schneidereien (dazu später noch mehr). Und abends kann man hier sogar "motorbike-frei" flanieren! Einfach schön - wenn auch sehr touristisch... Dass hier der vietnamesiche Lebensstil kaum Platz hat scheint nahezuliegen... Aber in den mehrheitlich touristenfreien, schmalen Seitengassen kann man allerdings ab und zu einen kurzen Blick in die Wohnverhältnisse der Menschen erhaschen. Schön zu wissen, dass hier neben Touristenläden doch noch Menschen wohnen.... 

Hoi An ist auch die Stadt
der Laternen und der Schneidereien.

 
Auch ohne Lichterfest gibt es hier überall Laternen

Die leuchtenden Schönheiten findet man in der ganzen Stadt - über 30 Laternenproduktionsbetriebe soll es hier geben. Die handgefertigten Schmuckstücke werden teilweise auch üppig mit Stickereien verziert. Schliesslich sollen sie auch schön aussehen - sie sind ja auch ein Symbol für Wohlstand und Glück.
Die hier handgefertigten Laternen sind mittlerweile international bekannt.
Und einmal im Monat soll hier ein besonderes Lichterfest stattfinden.



  

        

    
nächtliches Dorfbild                        Schneidereien und Laternen wohin man schaut

In Hoi An hat die Massschneiderei eine jahrhundertalte Tradition: Blusen, Hemden, Jacken, Hosen, Anzüge, Schuhe, etc. werden innerhalb weniger Stunden für wenig Geld genäht. Kaum ein Tourist, der der "Verlockung" widerstehen kann... Die Bewohner der Stadt haben das Geld der Touristen "gerochen" und mittlerweile gibt es über 400 Schneidereien in der kleinen Stadt.
Auch wir konnten nicht widerstehen - sdeluigis haben auch einige Mass-Sachen machen lassen.
Für einen Anzug (mit dem besten Stoff), 2 Wintermäntel für die Damen, 4 Paar Hosen, 2 Hemden für die Herren, ein Mädchenkleid, ein Kleid und eine Bluse haben wir weniger als 600.-- bezahlt. Und wir waren nicht bei Yaly - der bekanntesten und grössten Schneiderei der Stadt - sondern bei 2 verschiedenen, kleineren Schneidereien. ("Be Be" und "Son Ca"). Wir haben also recht viel Zeit mit Anprobe und Mass nehmen verbracht.


schwimmende Laternen werden eingesammelt




My Son ist eine Tempelstadt in Zentralvietnam, nahe Hoi An. Im Jahr 1999 wurde auch sie zum Weltkulturerbe erklärt.
Der berühmteste Turm war 24 Meter hoch und mit Bildhauereien von Löwen und Elephanten verziert. Er wurde 1969, als das Gebiet während des Vietnamkrieges von US-amerikanischen Flugzeugen bombardiert wurde, zerstört. Während dieser Bombardements wurden insgesamt 50 der rund 70 verzeichneten Tempel zerstört.
     
Frühmorgens (5:30 Uhr) - noch vor dem Frühstück - fahren wir mit einem angeheuerten Taxi in einer Stunde zum verwitterten Sitz der Götter. Ein wahrlich mystischer, spiritueller Ort - der "schöne Berg" (Übersetzung von My Son).
Auf der Fahrt konnten wir die gerade auf Hochtouren laufende Reisernte beobachten. Von Hand wird der Reis geschnitten und überall auf den Vorplätzen der Häuser, auf dem Trottoirs in den Dörfern - ja sogar mitten auf den Verkehrskreiseln lagen auf riesigen Decken die frisch geernteten Reiskörner zum trocknen. (Jetzt ist doch auch klar, warum Reis vor dem Kochen gewaschen werden soll ;-) 

Aber für die Kinder war der Höhepunkt, dass sie sich 3,5 Stunden später noch ausgiebig am Frühstücksbuffet des Hotels vergnügen konnten ;-)

  
Über 1000 Jahre lang ein spiritueller Ort                dä Bueb war vorallem von der Tatsache,
                                                                      dass hier der Krieg stattgefunden hat, beineindruckt.




Cao lau findet man offenbar nur in Hoi An. Es wird aus speziellen Nudeln auf speziellem Feuer gekocht. Wir probieren Cao lau in einer richtig schön gelegenen Strassenküche, direkt am Fluss, unter einem Baum und Laternen. Ein solcher Topf kostet übrigens gerade mal knapp 1.-- CHF.
 
                                                       Wir warten auf unser Cau Lau


Seit wir am ersten Abend in Hoi An zufälligerweise in einem Restaurant, das von einem deutschen Koch geführt wird, zum selbergemachten Glace gelandet sind, wollen wir nach dem Probieren seiner hausgemachten Pasta am 2. Abend noch seine Desserts ausprobieren. Der halbgebackene Schokoladenkuchen und die deutsch-vietnamesische "Fusion" des Passionsfrucht-Käsekuchen schmecken einfach toll - vorallem wenn man seit 9 Monaten nichts mehr in der Art gegessen hat... ;-)
Wer in Hoi An ist und unbändige Lust auf gute Pasta oder besondere Desserts hat sollte nach im Casa Verde vorbeischauen.


Wir verbrachten 4 herrlich ruhige, aber aussergewöhnlich heisse Tage (knapp unter 40 Grad) in Hoi An. Unsere Tage spielten sich zwischen den Anprobeterminen hauptsächlich im Pool unseres schönen Hotels oder am weissen, palmengesäumten Strand ab. Nach den anstrengenden Reisewochen ganz genau das richtige!
Endlich mal wieder Ferien!!
http://www.hoianbeachresort.com.vn/

Morgen Vormittag fliegen wir nun zurück nach Saigon.

Schon bald kommen wir nach Hause...
Freitag, 27. April 2012 - 17:32

Noch 4 Nächte in fremden Betten, eine im Flugzeug und wir sind wieder zurück...
Die verbleibenden Tage sind also schon an einer einzigen Hand abzuzählen.
Wir sind gespannt, wie es sich anfühlt, Zuhause anzukommen.

Reis, Fischsauce, Kräuter und "Fondue Chinoise"
Freitag, 27. April 2012 - 17:31

Wir sind überzeugt worden: Essen auf der Strasse ist preiswert und sehr gut (ein Gericht kostet nicht mehr als 1.50 CHF). Das Leben in Vietnam findet auf der Strasse statt. Und auf der Strasse wird - wie schon in früheren Beiträgen erwähnt - gekocht und gegessen. Viele Vietnamesen besitzen noch nicht mal eine eigene Küche. Also beziehen sie ihr Essen von der Strasse. Diese Gar- bzw. Strassenküchen sind oft Familienbetriebe, haben sich auf ein einziges Gericht spezialisiert und perfektionierten es über Generationen. Sie kaufen ihre Zutaten immer frisch auf dem Markt.
Reis, Fischsauce und die unzähligen Kräuter dominieren die vietnamesische Esskultur. Die Franzosen, Japaner, Amerikaner und Inder haben vergangenheitsbedingt ihre Spuren in den Gerichten hinterlassen.

Das bekannteste Gericht Vietnams ist wohl die legendäre Reisnudelsuppe "Pho" - mit Rindfleisch und Kräutern.
                                
Dieses Shirt gibt es überall zu kaufen          Pho - eine mögliche Variation; 
                                                               gegessen wird sie mit Stäbchen und Löffel

Hier gibt es Früchte, von deren Existenz wir noch nicht mal gewusst haben.
Es scheint uns, dass Früchte hier süsser, saftiger und frischer sind als überall auf Welt.
Und die süssen Mangos werden hier übrigens mit einem sehr scharfen Chili-Salz gegessen...

                    
             Drachenfrucht                       Mangosteen



Und was hat eigentlich unser "Fondue Chinoise" mit China oder Asien zu tun?
Ganz einfach: Es gibt es nämlich tatsächlich - dieses Fondue. Sehr dünn geschnittene Fleischstücke, Reisnudeln, Berge von Kräutern und Gemüse werden am Tisch in einem Topf heisser Brühe gegart. Noch haben wir es nicht probiert - aber es riecht fantastisch! 



Hanoi macht Tempo - und wie...
Freitag, 27. April 2012 - 17:30

Hanoi ist die politische Hauptstadt Vietnams. Aber niemand kann genau sagen, wieviele Einwohner die Stadt hat. Viele Menschen ziehen vom Land in die Stadt und begnügen sich mit einem kleinen Schlafplatz irgendwo. (zum Beispiel überraschten wir spät in der Nacht einen Hotelmitarbeiter, der auf dem Sofa der Reception schlief).

Während Saigon die Stadt der Industrie ist, ist Hanoi die des Kleinhandels und Handwerks. Und vom Kommunismus ist weder in Saigon noch in Hanoi etwas zu spüren.
Hanoi glaubt an die Macht des Geldes - und das Geld wird einem - wenn man nicht wirklich gut aufpasst - oft heimlich und fies, manchmal dreist und frech abgeknöpft. Man kriegt zuwenig Retourgeld, hält sich nicht an Abmachungen über den Preis, etc. Dabei werden auch ohne moralische Grenzen Freunde bzw. "Geschäftspartner" betrogen (so uns passiert bei unserer kurzen Fahrt mit einer Rikscha)

Die historische Altstadt gilt als eine der besterhaltenen Südostasiens. Die Altstadt ist laut, chaotisch und über 1000 Jahre alt. Jede der 36 Gassen heisst nach dem, was in ihr auf den Markt kommt: Tempelbedarf, Seide, Geschirr, etc. Ein wildes Durcheinander von Strassenhändlern, Shops, Strassenküchen, Motorbikes, etc. 
Und die Abfälle verbrennen auch die städtischen Vietnamesen direkt vor ihrem Haus auf dem Trottoir.
Wir finden es schade, dass die Schönheit und der Charme der Altstadt irgendwie fast ein bisschen im Chaos untergeht...
 

Bis vor ein paar Jahren noch die Stadt der Radfahrer - heute wird die Altstadt von hupenden Motorbikes dominiert

  
Hanoi's bzw. Vietnams Lifestyle: überall geselliges Beisammensein auf Kinderstühlen, direkt neben hupenden, rasenden Motorbikes, (Abgasduft inbegriffen ;-), Essen zubereiten und verkaufen ohne Rücksicht auf irgendwelche Hygienevorschriften - und das alles, obwohl es eigentlich streng verboten ist, auf den Trottoirs zu kochen ;-)


Wir erkunden die Stadt (wie eigentlich jede Stadt) hauptsächlich zu Fuss. Watscheln in der Hitze durch die Altstadt, entspannen im Tempel der Literatur, staunen im Bach-Ma-Tempel und vieles mehr. Hanoi hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten.

 
Rote Holzbrücke zum Jadebergtempel        "Schildkrötenturm" auf einer Insel mitten im Hoan-Kiem-See

 
Wir essen in Restaurants                       "Pho", die Nudelsuppe mit Fleisch - hier 
Strassenküchen                                     in aller Munde; auch zum Frühstück


Wir lachen uns schlapp, dass eine Köchin in einer Strassenküche unserem "Bueb" erklärt, wie man mit einem Löffel isst...

  
Literaturtempel und die erste Universität Vietnams   Konfuzius im Literaturtempel    St. Joseph-Kathedrale

 
wir wagen uns als schwächster Verkehrsteilnehmer in das Strassenchaos und fahren eine kurze Strecke mit einer Rikscha...


Und wir besuchen auch das Ho-Chi-Minh Museum. 
Ho Chi Minh war ein vietnamesischer Revolutionär und Politiker, Premierminister und Präsident der Demokratischen Republik Vietnam. Er erlangte mit seinem Einsatz für die Befreiung Vietnams von kolonialer Herrschaft auch über Vietnam und Asien hinaus einen weltweiten Bekanntheitsgrad.


Ho-Chi-Minghs ultimativer Wunsch...
Ein weiterer Wunsch von ihm war, dass seine Asche nach seinem Ableben an verschiedenen, von ihm aufgelisteten Orten in Vietnam verstreut wird.
Und was ist passiert?
 
"Onkel Ho's" bescheidenes                           Mausoleum
Wohnhaus in der Altstadt Hanois                
Seine sterblichen Überreste liegen gefroren in einem kolossalem Mausoleum und sind für die Öffentlichkeit zugänglich... Wäre er nicht eingefroren, würde er sich wohl im Grabe drehen ;-)



     
Hier fahren die Züge auf einem     die beiden hecken        Immer wieder: unsere Kinder
veralteten Schienennetz                doch etwas aus..!?      werden wieder täglich von
direkt durch die Gassen der Stadt                                    wildfremden Menschen fotografiert
                                                                                   und kaum einer kann seine Finger
                                                                                   vom "Bueb" lassen: er nervt sich
                                                                                   mittlerweile "tierisch", dass er
                                                                                   immerzu angefasst und in die
                                                                                  Backen oder Arme gezwackt wird ;-)


An den Abenden fallen wir alle ziemlich erschöpft vom ganzen Trubel, Chaos und der Hitze ins Bett. Auch Hanoi ist voller Leben, rasant, liebevoll, andersartig, reizvoll - aber auch verwahrlost, überfüllt. übelriechend und viel zu laut. Die Menschen sind "hungrig" nach Fortschritt und Leben und sie wirken glücklich. Wir aber würden es wohl hier nicht viel länger aushalten... ;-)

Und zum Schluss noch dies:
Zum Apfelkuchen gibts im französischen Quartier Petersilie und Cherrytomaten - warum auch nicht... Pfefferminze oder Zitronenmelisse (wie es in der Schweiz oft serviert wird) passt ja eigentlich auch nicht zu Kuchen...

Kuchen und Tomate schon weg - Peterli wollte dann doch keiner essen

Sapa und die Bergvölker
Donnerstag, 26. April 2012 - 20:09

Abends um 21:00 Uhr nehmen wir den Nachtzug von Hanoi nach Lao Cai und treffen nach einer holprig-harten Nacht gegen 6:00 Uhr dort ein. Mit unserem Guide fahren wir noch ca. 1 Stunde von Lao Cai (80 m.ü.M) auf 1600 m.ü.M bis Sapa.

    
Schlafwagen - wir fahren wir bis Lao Cai - es rumpelt so stark, dass die Kinder unten schlafen möchten...

Der kleine Ort Sapa wurde ursprünglich von den Franzosen für militärische Zwecke angelegt und lockte schließlich reiche Franzosen an, die wegen des angenehm kühlen Klimas kamen. Sapa liegt nahe der chinesischen Grenze (2 km) in den Hoang Lien Son Bergen auf einer Höhe von 1600m.

Vom Ort aus hat man eine spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Berge und auf die auf Terrassen angelegten Reisfelder. Die Gegend wird von zahlreichen ethnischen Minderheiten, hauptsächlich den H'mong, besiedelt.

Sapa ist auch Ausgangspunkt für die Besteigung des 3143m hohen Fansipan, Vietnams höchstem Berg, sowie zu wunderbaren Ausflügen zu den Dörfern der verschiedenen Hill Tribes.

  
Sapa - erinnert an ein europäisches Dorf in den Bergen               hier wird hart gearbeitet

Nach einem Frühstück (ohne Strom - der wird unserer Meinung nach absichtlich "verknappt", weil sie in den vor Sapa liegenden Tälern eine Staumauer bauen wollen ;-) starten wir unseren 3-stündigen Trek durch die atemberaubend schöne hügelige Landschaft, durch die unzähligen Reisfelder zu 3 verschiedenen Dörfern der Minoritäten in der Umgebung.
Wir werden (ungebeten) 1,5 Stunden lang von 2 Hmong-Frauen begleitet, die in sehr gutem Englisch mit uns "plauderten" um uns dann im nächsten Dorf ihre (zugegeben sehr schönen) Handarbeiten verkaufen wollten.

 
schon etwas grünliche Reisfelder


Trotz Regen traumhafte Szenerie

Die Hmong, die wohl ärmste Bevölkerungsgruppe Vietnams, kamen Anfang des 19. Jahrhunderts aus China nach Vietnam. Die Kindersterblichkeit ist hoch, das Bildungsniveau niedrig, die Lebenserwartung gering.
Etwa eine halbe Million leben heute in den höheren Regionen der nördlichen Provinzen. "Barbaren" werden sie auch abfällig genannt - sie geniessen wenig Ansehen im Land. Ihnen bleibt nur schwere Arbeit für wenig Geld... oder der Verkauf ihrer Handarbeiten an Touristen.

Die Frauen werden oft schon mit 14 Jahren verheiratet und bekommen Kinder. Während dann beide Eltern auf den Reisfeldern oder auf dem Markt harte Arbeit verrichten, bleiben ihre Kinder alleine im Dorf zurück. Hier müssen die selber noch kleinen Kinder auf ihre noch jüngeren Geschwister aufpassen und für sie kochen.

  
Dorf mit sehr einfachen Wohnhäusern        Schwarze Hmong - nach der Hochzeit dürfen
                                                              Frauen nur noch dieses traditionelle (aber
                                                             sehr schöne) Gewand tragen

  
Reisfelder wohin man schaut                   Büffel als Helfer - nachdem dieser Kerli hier unsere Hmong-Begleitung angegriffen hat, hat die "Dame" ihre rote, neue Regenjacke nicht mehr anziehen wollen ;-)

Im Gegensatz zu den tieferliegenden Regionen Vietnams kann hier statt 3-mal nur 1-mal jährlich Reis geerntet werden. Dafür soll er aber besser schmecken und etwas teuerer verkauft werden können.

Apropos "Essen": Lunch bekommen wir in einer besseren "Hütte" am Fluss, umgeben von Reisfeldern. Was die Kinder zum Glück nicht gesehen haben: während wir da gemütlich unser leckeres Hühnchen, Beef, Gemüse, etc. vom Holzkohleherd essen, spaziert der Koch kurz hinaus, kommt mit 2 lebenden Hühnern wieder hinein und verschwindet hinter einer Wand... Ich vermute mal, dass die beiden Hühner das nicht überlebt haben und dann wohl von der nächsten grösseren Reisegruppe gegessen werden. Frischer gehts nicht ;-)
 
    
Auf über 1000 m.ü.M. wird Reis, Mais aber auch Opium und Haschisch angebaut (und konsumiert)

 
wir balancieren über Reisfelder

 
Dorfleben (rote Hmong) - im "schrecklichen Dorf" wie es unser Guide nennt
Hier wird offenbar "engagierter" verkauft, als irgendwo sonst....


 
Interview: "Joe" (und vermutlich die Kinder) werden am nächsten Sonntag im vietnamesischen Fernsehen zu sehen sein

Wir haben auch genügend Zeit, uns in Sapa und dem recht grossen Markt umzusehen. Wir suchen Hundefleisch - offenbar essen alle Vietnamesen Hunde... Wir finden aber keines - es soll für einen ganzen Monat Unglück bringen, wenn man es Anfang Monat (ihres eigenen Kalenders) isst (was offenbar gerade der Zeitpunkt war).  Naja - dafür konnten wir einige andere merkwürdige Entdeckungen machen :-)
Zum Beispiel die Hühner (Bild unten) oder dass alle - und wir meinen auch wirklich alle - dieselben, immer mindestens eine Nummer zu kleinen Schuhe (Schlappen) tragen...


   
Hühner werden mit Füssen verkauft - was etwas grüslig aussieht, hat einen Grund: an den Füssen erkennt man das Alter...

Wären da nicht die ganzen Hmong-Verkäuferinnen gewesen, die die Touristen richtiggehend "belagern", "verfolgen" hätten wir den Marktgang noch viel mehr geniessen können...
Wir können nur hoffen, dass der ganze Tourismus, dieses "öffnen" der Dörfer für Touristen, die uralten Traditionen der Bewohner nicht noch weiter zerstört und sie ihre Identität weiter verspielen...

    
Ein aufgespiesstes Schweindl in Sa Pa           Vietnamesischer Kaffee
                                                                  "tüüflisch heiss und höllisch schtarch.."

Nach 2 Tagen wandern in der schönen Berglandschaft und den Hügeln sind wir abends um acht wieder in den Nachtzug nach Hanoi gestiegen. Gleich nach Ankunft in Hanoi gegen 5:00 Uhr sind wir mit dem Taxi an den Flughafen gefahren, um nach Hoi An weiterzufliegen.

Halong Bay - ein Wunder der Natur
Samstag, 21. April 2012 - 06:30

Nach einem Tag Hanoi (Bericht folgt später - schon mal vorweg: wieder Motorräder ;-) fahren wir in die Halong Bay.

Die Halong-Bucht ist ein rund 1.500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin, im Norden Vietnams. Nach offiziellen Angaben ragen 1.969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch, aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, auf dem die Bucht beheimatet ist, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe und seit November 2011 gehört sie zu den provisorischen neuen 7 Weltnaturwunder der Welt. Damit ist sie jetzt nach Iguazu das zweite dieser Weltwunder, die wir während unserer Reise erlebt haben.
http://www.n7w.com/

Offenbar ist noch Nebensaison. Die Dschunke "Palomaist nicht ausgebucht. Wir sind gerade mal 17 Personen (von 40 möglichen Passagieren). Diesem Umstand haben wir wohl zu verdanken, dass wir dieses "luxuriöse" Schiff in der Familiensuite (mit eigener Sonnenterasse) zu einem Schnäppchenpreis haben buchen können. Wunderschönes Schiff, sensationelles Essen, bezaubernde Umgebung, Tai Chi auf Deck morgens um 6 Uhr und lustige Gäste.
Auch wenn wir bei den schön warmen Temparaturen keinen Sonnenstrahl gesehen haben (aber auch keinen Regen): wir hätten es wohl noch einige Tage länger ausgehalten - vorallem nach den "Strapazen" der letzten Tage in den Städten Vietnams ;-)


  
Malerisch


Abendstimmung - auch ohne Sonnenuntergang wunderschön



      
Sicht aus unserer Kabine - mit privaten Sonnendeck   Dschunke "Paloma" - mit Segel

       
 
Schwimmendes Dorf - hier wird auf dem Wasser gelebt. Die Kinder besuchen schwimmende Schulen und die Eltern züchten Fisch und Austern (für Perlen). Die weiblichen sdeluigis werden rund 1 Stunde durch das Dorf "gerudert" und die sdeluigis-Männer nehmen sich ein Kajak und paddeln selber.


   
Riesige Höhlenwelt

 
Unterhaltung auf dem Schiff: Cooking Class: Fried Springrolls selber machen

       
Squid fishing (Tintenfisch) - die Viecher gabs dann am nächten Tag zum Lunch


Mekong Delta und die schwimmenden Märkte
Samstag, 21. April 2012 - 05:51

Das Mekong-Delta ist ein Labyrinth aus Tausenden von Wasserstrassen, Inseln, Sandbänken, schwimmenden Dörfern und Mangrovenwäldern. Es wird auch die "Reiskammer" Vietnams genannt. Dreimal jährlich können die Bauern hier Reis ernten - rund 16 Tonnen pro Jahr. Und das noch immer weitgehend ohne maschinelle Hilfe. Weiter werden hier im äusserst fruchtbaren Land Fisch, Früchte und Gemüse produziert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mekong-Delta
http://de.wikipedia.org/wiki/Mekong

Wir haben eine organisierte 2-Tagestour gebucht. Dass es eine "private" Tour ist, haben wir erst gemerkt, als wir im Hotel abgeholt wurden.

Wir fahren am ersten Tag in ein Gebiet, wo es verschiedene kleine Flussadern und Inseln gibt. Wir gondeln mit einem authentischen Ruderboot durch die Palmwälder. Etwas zurückversetzt entdecken wir immer wieder einfache, hölzerne Wohnhäuser und öfters treffen wir auf unserer Flussfahrt einen Bewohner - ebenfalls auf dem Boot unterwegs. Eine andere Transportmöglichkeit gibt es hier meistens gar nicht.
Wir besuchen wir eine Cocosnuss-Candy-"Fabrik" mitten im Dschungel , wo den Touristen für viel zu viel Geld Candys verkauft werden, essen in einem sehr touristischen Restaurant am Fluss, wo die Russen neben uns, für viel Geld, miterleben wollten, wie eine Schlange aufgeschnitten, ausgeblutet und das noch pochende Herz herausgeschnitten wurde. Das Blut wurde dann mit Schnaps und pochenden Herz getrunken... Einfach ekelhaft! Und offenbar typisch für russische Touristen - wie unser Reiseführer nachher erzählt...

    
Wir gondeln wie richtige Touristen ;-) (inkl. Vietnamesenhüten) durch den Wald. Das Wasser soll übrigens sehr sauber sein. Die gelbe Farbe hat es von der lehmigen Erde.

Auf der Fahrt in die Mekong-Hauptstadt Can Tho wundern wir uns etwas, dass hier alles doch recht "städtisch" wirkt - irgendwie haben wir es uns "urchiger", "ursprünglicher" vorgestellt. Die Bilder wiederholen sich: oft stehen direkt am Wasser noch die alten "Stelzenhäuser" - aber direkt dahinter entstehen Dörfer, die an moderne, westliche Dörfer erinnern.
Wo noch vor 2 Jahren Fähren die Menschen über den Hauptfluss brachten, stehen heute riesige, bis zu 2 km lange Brücken (meist mit finanzieller Hilfe anderer Länder gebaut). Und auf den gut ausgebauten Strassen fahren keine Fahrräder sondern ebenfalls Motorräder.

Auch die Luftaufnahme der Hauptstadt Can Tho in unserem vor 7 Jahren erschienenen Reiseheft "Merian" können wir nicht wiedererkennen. Wo auf dem Bild noch einfach nur Fluss und Wald ist, stehen heute Häuser, wurden riesige Brücken gebaut...
Wir vermuten, dass das Gebiet weiter landeinwärts (Kambodscha, Laos) noch ursprünglicher ist.

Der Markt von Can Tho aber erscheint uns doch noch recht ursprünglich. Einzig dass heute die Kunden per Motorrad durch den Markt "flanieren" dürfte wohl eine neuere Erscheinung sein.
Obwohl in der Stadt recht viele Touristen logieren, sehen wir hier keinen - offenbar etwas zu "gfürchig"...  Wir versuchen Bananen und Äpfel zu kaufen und bezahlen vermutlich das Doppelte von dem, was ein Einheimischer zahlen würde. Unser Nachtessen besorgen wir dann von den verschiedenen Strassenküchen und essen mit den Einheimischen auf dem Hauptplatz mit einer übergrossen goldenen Ho-Chi-Mingh-Statue. Obwohl wir wohl wieder das Doppelte des Einheimischenpreises bezahlt haben, hat unser Nachtessen (inkl. Waffeln zum Dessert) gerade mal knapp 4.50 Franken gekostet und hat hervorragend geschmeckt. Auch hatte keiner von uns irgendwelche "Probleme" anschliessend ;-)


    
Lunch: Elefantenohrfisch                        Markt von Can Tho


Am nächsten Morgen starten wir noch vor Sonnenaufgang die Schifffahrt zu den schwimmenden Märkte rund um Can Tho. Auch hier stehen am Pier in der morgendlichen Dämmerung Menschen, die ihre etwas seltsamen Turnübungen machen.
Wir besuchen mehrere Märkte - auch einige, die von Touristen selten besucht werden. Die grossen Händler kommen meistens mit voll beladenem Schiff zu den Märkten und bleiben dann mehrere Tage. Mit ihnen auch ihre Frauen, Kinder und Hunde. Hier wird auf dem Fluss geschlafen, gekocht, es werden Kleider gewaschen, Kinder gewickelt.
Die Frauen, die hier frühmorgens einkaufen, werden die Ware dann später auf den Märkten der Dörfer verkaufen.

        
Frauen kaufen ein

 
Ein kleinerer Markt, wo die Bauernfrauen ihre eigene "Produktion" verkaufen


Wieso rudert eigentlich immer die Frau...?!

 
Typische Architektur am Fluss - und die Häuser sind bewohnt...

   
Besuch einer Reisnudelfabrik - diese Art Nudeln hier werden offenbar nur für Huhn- oder Schweinefleischgerichte verwendet...
In der "Produktionsstätte" in einem scheunenartigen Gebäude laufen Hühner, Katzen und Hunde frei herum, unter den trocknenden Reisfladen hören wir Hühner gackern und im Nachbarshaus beobachten wir gerade ungewollt einen Mann, der die Hosen herunterlässt und in den eigenen Garten "ka.." (wirklich wahr!)


  
Viele Schiffe haben Augen aufgemalt - offenbar sollen sie dem Boot den Weg nach Hause zeigen...

  

Fazit: Wir hätten unbedingt mehr Zeit in Vietnam haben sollen, um den Mekong und das Leben rund um den Fluss wirklich zu erleben. Wir würden wohl anderen Reisenden empfehlen, bis nach Kambodscha/Lao's weiterzureisen...

Tags darauf fliegen wir in den Norden des langgezogenen Landes - nach Hanoi.


Und zum Schluss noch dies:
Offenbar gibt es in Vietnam die Vorschrift, dass Häuser 5 Meter breit und 20 Meter tief sein dürfen - ohne Höhenbeschränkung. Was in den Städten nicht wirklich auffällt, weil die Häuser da mehr oder weniger alle zusammengebaut sind, sieht auf dem Land jedoch oft so aus:
  
Die Auswirkung seltsamer Bauvorschriften         Café's mit Hängematten
                                                                    (dürfen gratis benützt
                                                                     werden - auch ohne Konsumation)

Ausserdem ist es vorgeschrieben, dass Café's und Restaurants Hängematten zur Verfügung stellen müssen, damit sich die Autofahrer ausruhen können. Diese Vorschrift gefällt uns ganz gut ;-)


Wer sich weiter für das Mekong-Delta interessiert: im nachfolgenden Link findet man einige Dokumentarbeiträge von 10 vor 10 über den Mekong.
http://www.sendungen.sf.tv/10vor10/Nachrichten/Archiv/2010/02/12/10vor10mekong/Lebensader-Mekong-Vom-Drachendelta-nach-Shangri-La

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