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Hanoi macht Tempo - und wie...
Freitag, 27. April 2012 - 17:30

Hanoi ist die politische Hauptstadt Vietnams. Aber niemand kann genau sagen, wieviele Einwohner die Stadt hat. Viele Menschen ziehen vom Land in die Stadt und begnügen sich mit einem kleinen Schlafplatz irgendwo. (zum Beispiel überraschten wir spät in der Nacht einen Hotelmitarbeiter, der auf dem Sofa der Reception schlief).

Während Saigon die Stadt der Industrie ist, ist Hanoi die des Kleinhandels und Handwerks. Und vom Kommunismus ist weder in Saigon noch in Hanoi etwas zu spüren.
Hanoi glaubt an die Macht des Geldes - und das Geld wird einem - wenn man nicht wirklich gut aufpasst - oft heimlich und fies, manchmal dreist und frech abgeknöpft. Man kriegt zuwenig Retourgeld, hält sich nicht an Abmachungen über den Preis, etc. Dabei werden auch ohne moralische Grenzen Freunde bzw. "Geschäftspartner" betrogen (so uns passiert bei unserer kurzen Fahrt mit einer Rikscha)

Die historische Altstadt gilt als eine der besterhaltenen Südostasiens. Die Altstadt ist laut, chaotisch und über 1000 Jahre alt. Jede der 36 Gassen heisst nach dem, was in ihr auf den Markt kommt: Tempelbedarf, Seide, Geschirr, etc. Ein wildes Durcheinander von Strassenhändlern, Shops, Strassenküchen, Motorbikes, etc. 
Und die Abfälle verbrennen auch die städtischen Vietnamesen direkt vor ihrem Haus auf dem Trottoir.
Wir finden es schade, dass die Schönheit und der Charme der Altstadt irgendwie fast ein bisschen im Chaos untergeht...
 

Bis vor ein paar Jahren noch die Stadt der Radfahrer - heute wird die Altstadt von hupenden Motorbikes dominiert

  
Hanoi's bzw. Vietnams Lifestyle: überall geselliges Beisammensein auf Kinderstühlen, direkt neben hupenden, rasenden Motorbikes, (Abgasduft inbegriffen ;-), Essen zubereiten und verkaufen ohne Rücksicht auf irgendwelche Hygienevorschriften - und das alles, obwohl es eigentlich streng verboten ist, auf den Trottoirs zu kochen ;-)


Wir erkunden die Stadt (wie eigentlich jede Stadt) hauptsächlich zu Fuss. Watscheln in der Hitze durch die Altstadt, entspannen im Tempel der Literatur, staunen im Bach-Ma-Tempel und vieles mehr. Hanoi hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten.

 
Rote Holzbrücke zum Jadebergtempel        "Schildkrötenturm" auf einer Insel mitten im Hoan-Kiem-See

 
Wir essen in Restaurants                       "Pho", die Nudelsuppe mit Fleisch - hier 
Strassenküchen                                     in aller Munde; auch zum Frühstück


Wir lachen uns schlapp, dass eine Köchin in einer Strassenküche unserem "Bueb" erklärt, wie man mit einem Löffel isst...

  
Literaturtempel und die erste Universität Vietnams   Konfuzius im Literaturtempel    St. Joseph-Kathedrale

 
wir wagen uns als schwächster Verkehrsteilnehmer in das Strassenchaos und fahren eine kurze Strecke mit einer Rikscha...


Und wir besuchen auch das Ho-Chi-Minh Museum. 
Ho Chi Minh war ein vietnamesischer Revolutionär und Politiker, Premierminister und Präsident der Demokratischen Republik Vietnam. Er erlangte mit seinem Einsatz für die Befreiung Vietnams von kolonialer Herrschaft auch über Vietnam und Asien hinaus einen weltweiten Bekanntheitsgrad.


Ho-Chi-Minghs ultimativer Wunsch...
Ein weiterer Wunsch von ihm war, dass seine Asche nach seinem Ableben an verschiedenen, von ihm aufgelisteten Orten in Vietnam verstreut wird.
Und was ist passiert?
 
"Onkel Ho's" bescheidenes                           Mausoleum
Wohnhaus in der Altstadt Hanois                
Seine sterblichen Überreste liegen gefroren in einem kolossalem Mausoleum und sind für die Öffentlichkeit zugänglich... Wäre er nicht eingefroren, würde er sich wohl im Grabe drehen ;-)



     
Hier fahren die Züge auf einem     die beiden hecken        Immer wieder: unsere Kinder
veralteten Schienennetz                doch etwas aus..!?      werden wieder täglich von
direkt durch die Gassen der Stadt                                    wildfremden Menschen fotografiert
                                                                                   und kaum einer kann seine Finger
                                                                                   vom "Bueb" lassen: er nervt sich
                                                                                   mittlerweile "tierisch", dass er
                                                                                   immerzu angefasst und in die
                                                                                  Backen oder Arme gezwackt wird ;-)


An den Abenden fallen wir alle ziemlich erschöpft vom ganzen Trubel, Chaos und der Hitze ins Bett. Auch Hanoi ist voller Leben, rasant, liebevoll, andersartig, reizvoll - aber auch verwahrlost, überfüllt. übelriechend und viel zu laut. Die Menschen sind "hungrig" nach Fortschritt und Leben und sie wirken glücklich. Wir aber würden es wohl hier nicht viel länger aushalten... ;-)

Und zum Schluss noch dies:
Zum Apfelkuchen gibts im französischen Quartier Petersilie und Cherrytomaten - warum auch nicht... Pfefferminze oder Zitronenmelisse (wie es in der Schweiz oft serviert wird) passt ja eigentlich auch nicht zu Kuchen...

Kuchen und Tomate schon weg - Peterli wollte dann doch keiner essen

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