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Hoi An und My Son
Freitag, 27. April 2012 - 20:25

Hoi An war einst der größte Hafen in Südostasien und gilt als ein Hafen der Seidenstraße. Unter anderem wegen der zunehmenden Versandung des Hafens mussten die immer größeren Handelsschiffe in den Hafen von Da Nang ausweichen. So verlor Hoi An im 18. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung.
Diesem "Niedergang" hat die Stadt allerdings den Erhalt des historischen Stadtbildes zu verdanken. Zudem gilt die Altstadt als Einzige, die im Vietnamkrieg unzerstört blieb. Die Altstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Hoi An's historische Altstadt ist eine "Wohltat" wenn man vorher andere Städten und Dörfer in Vietnam besucht hbat. Alles ist sauber, schön und ruhig. In der Altstadt findet man hauptsächlich trendige Restaurants, Bars, Galerien, Laternengeschäfte und vorallem Schneidereien (dazu später noch mehr). Und abends kann man hier sogar "motorbike-frei" flanieren! Einfach schön - wenn auch sehr touristisch... Dass hier der vietnamesiche Lebensstil kaum Platz hat scheint nahezuliegen... Aber in den mehrheitlich touristenfreien, schmalen Seitengassen kann man allerdings ab und zu einen kurzen Blick in die Wohnverhältnisse der Menschen erhaschen. Schön zu wissen, dass hier neben Touristenläden doch noch Menschen wohnen.... 

Hoi An ist auch die Stadt
der Laternen und der Schneidereien.

 
Auch ohne Lichterfest gibt es hier überall Laternen

Die leuchtenden Schönheiten findet man in der ganzen Stadt - über 30 Laternenproduktionsbetriebe soll es hier geben. Die handgefertigten Schmuckstücke werden teilweise auch üppig mit Stickereien verziert. Schliesslich sollen sie auch schön aussehen - sie sind ja auch ein Symbol für Wohlstand und Glück.
Die hier handgefertigten Laternen sind mittlerweile international bekannt.
Und einmal im Monat soll hier ein besonderes Lichterfest stattfinden.



  

        

    
nächtliches Dorfbild                        Schneidereien und Laternen wohin man schaut

In Hoi An hat die Massschneiderei eine jahrhundertalte Tradition: Blusen, Hemden, Jacken, Hosen, Anzüge, Schuhe, etc. werden innerhalb weniger Stunden für wenig Geld genäht. Kaum ein Tourist, der der "Verlockung" widerstehen kann... Die Bewohner der Stadt haben das Geld der Touristen "gerochen" und mittlerweile gibt es über 400 Schneidereien in der kleinen Stadt.
Auch wir konnten nicht widerstehen - sdeluigis haben auch einige Mass-Sachen machen lassen.
Für einen Anzug (mit dem besten Stoff), 2 Wintermäntel für die Damen, 4 Paar Hosen, 2 Hemden für die Herren, ein Mädchenkleid, ein Kleid und eine Bluse haben wir weniger als 600.-- bezahlt. Und wir waren nicht bei Yaly - der bekanntesten und grössten Schneiderei der Stadt - sondern bei 2 verschiedenen, kleineren Schneidereien. ("Be Be" und "Son Ca"). Wir haben also recht viel Zeit mit Anprobe und Mass nehmen verbracht.


schwimmende Laternen werden eingesammelt




My Son ist eine Tempelstadt in Zentralvietnam, nahe Hoi An. Im Jahr 1999 wurde auch sie zum Weltkulturerbe erklärt.
Der berühmteste Turm war 24 Meter hoch und mit Bildhauereien von Löwen und Elephanten verziert. Er wurde 1969, als das Gebiet während des Vietnamkrieges von US-amerikanischen Flugzeugen bombardiert wurde, zerstört. Während dieser Bombardements wurden insgesamt 50 der rund 70 verzeichneten Tempel zerstört.
     
Frühmorgens (5:30 Uhr) - noch vor dem Frühstück - fahren wir mit einem angeheuerten Taxi in einer Stunde zum verwitterten Sitz der Götter. Ein wahrlich mystischer, spiritueller Ort - der "schöne Berg" (Übersetzung von My Son).
Auf der Fahrt konnten wir die gerade auf Hochtouren laufende Reisernte beobachten. Von Hand wird der Reis geschnitten und überall auf den Vorplätzen der Häuser, auf dem Trottoirs in den Dörfern - ja sogar mitten auf den Verkehrskreiseln lagen auf riesigen Decken die frisch geernteten Reiskörner zum trocknen. (Jetzt ist doch auch klar, warum Reis vor dem Kochen gewaschen werden soll ;-) 

Aber für die Kinder war der Höhepunkt, dass sie sich 3,5 Stunden später noch ausgiebig am Frühstücksbuffet des Hotels vergnügen konnten ;-)

  
Über 1000 Jahre lang ein spiritueller Ort                dä Bueb war vorallem von der Tatsache,
                                                                      dass hier der Krieg stattgefunden hat, beineindruckt.




Cao lau findet man offenbar nur in Hoi An. Es wird aus speziellen Nudeln auf speziellem Feuer gekocht. Wir probieren Cao lau in einer richtig schön gelegenen Strassenküche, direkt am Fluss, unter einem Baum und Laternen. Ein solcher Topf kostet übrigens gerade mal knapp 1.-- CHF.
 
                                                       Wir warten auf unser Cau Lau


Seit wir am ersten Abend in Hoi An zufälligerweise in einem Restaurant, das von einem deutschen Koch geführt wird, zum selbergemachten Glace gelandet sind, wollen wir nach dem Probieren seiner hausgemachten Pasta am 2. Abend noch seine Desserts ausprobieren. Der halbgebackene Schokoladenkuchen und die deutsch-vietnamesische "Fusion" des Passionsfrucht-Käsekuchen schmecken einfach toll - vorallem wenn man seit 9 Monaten nichts mehr in der Art gegessen hat... ;-)
Wer in Hoi An ist und unbändige Lust auf gute Pasta oder besondere Desserts hat sollte nach im Casa Verde vorbeischauen.


Wir verbrachten 4 herrlich ruhige, aber aussergewöhnlich heisse Tage (knapp unter 40 Grad) in Hoi An. Unsere Tage spielten sich zwischen den Anprobeterminen hauptsächlich im Pool unseres schönen Hotels oder am weissen, palmengesäumten Strand ab. Nach den anstrengenden Reisewochen ganz genau das richtige!
Endlich mal wieder Ferien!!
http://www.hoianbeachresort.com.vn/

Morgen Vormittag fliegen wir nun zurück nach Saigon.

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