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Argentinien - Los Toritos
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das muss noch sein...
Freitag, 14. Oktober 2011 - 21:48

Wir möchten euch noch Carbon vorstellen.

Er ist der Hund, der die Ranch hier bewacht und der Liebling von uns allen ist.

Ihn werden wir bestimmt am allermeisten vermissen....

  



Adios Los Toritos!
Donnerstag, 13. Oktober 2011 - 23:16

Die knapp 4 Wochen hier sind im Fluge vergangen...

Einerseits freuen wir uns darauf, endlich das Land zu bereisen - wir haben eine tolle Reise zusammengestellt. Andererseits sind die Kinder bestimmt traurig, wenn sie die ganzen Tiere (Hühner, Hund, Schaf, Pferde) hier zurücklassen müssen. Auch wir Erwachsenen sind ein bisschen nervös - das Reisen hier in einem Land, wo wir die Sprache nur "ansatzweise" sprechen können, wird bestimmt nicht ganz so einfach. Und in einem Land, wo sogar das Bargeldbeziehen nicht einfach ist und das Benzin bzw. vorallem Diesel ein knappes Gut ist und man oft nur mit etwas Glück tanken kann...

Morgen Nacht werden wir aber mit dem Bus nach Salta weiterreisen.

Wir haben keine Ahnung, ob und vorallem wie oft wir in den nächsten 4 Wochen Internetzugang haben werden.





Aber jetzt noch ein bisschen über "Italienische Esskultur" in Argentinien... Offenbar sind in den Jahren um 1870 sehr viele Italiener nach Argentinien gekommen und haben natürlich auch einige ihrer "Traditionen" mitgebracht. Zum Beispiel die Salami...

        
Immer am Montag wird das Fleisch geliefert und dann wird die ganze Woche gearbeitet bis....

 
...am Samstag die Salami im Keller hängen.  (aber ehrlich - der "Duft" hier in diesem kleinen Keller war kaum auszuhalten... )



Oder auch die Weine - hier die Bodega La Caroyense. Bis vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2000 noch in italienischen Händen...

     
Das Gebäude der Bodega wurde einer Kirche im Friaul nachgeahmt...  Die Führung machten wir mit mind. 40 Kindern :-)




Und zum Schluss noch dies:

Es gibt hier die Sage einer Frau, die sich mit ihrem Baby in der trockenen Steppe verirrt haben soll. Sie hat den Weg nicht wieder gefunden und ist unterwegs gestorben. Das Baby aber soll lebend gefunden worden sein. Es konnte noch an der Brust seiner Mutter weiter trinken.
Die Frau gilt hier als "Heldin" und wenn man ihr Wasser hinstellt, werden die so dringend benötigten guten Noten an einer Prüfung Wirklichkeit oder die grosse Liebe wird erwidert, oder die Gesundheit wird sich wieder verbessern, etc.
Das ist doch wirklich praktisch!

 
man findet diese Orte immer wieder an den Strassenrändern... Offenbar sind manche Wünsche so gross oder wichtig, dass man sogar einen 20l Kanister hinstellt.


Die Fotos unserer Zeit auf der Ranch findet man hier.

Die Zeit rennt... unsere letzten Tage hier
Mittwoch, 12. Oktober 2011 - 04:47

Langsam denken wir schon wieder an die Abreise von hier... Am nächsten Freitag ist es auch schon soweit...

Wir planen, telefonieren, buchen, reservieren... Die Gastgeber unterstützen uns dabei.

Heute waren wir mit dem Pferd durch den Busch und durch Dornen, wie wir sie in der Schweiz nicht kennen (3 cm lang und sogar unsere Turnschuhe sind kein Hindernis) bis an die nördliche Grenze des Grundstückes spaziert. Immerhin waren wir rund 30 min (one way) unterwegs...

   


hier erzählte "Ri" gerade von den hier freilebenden Puma's und wie sich sein Sohn vor Jahren genau hier vor einem davonschlich....


A Baby is born
Mittwoch, 12. Oktober 2011 - 02:42

Nach 3 wöchiger Verspätung ist es nun also gestern Nachmittag zur Welt gekommen - das erste Fohlen.


das kleine Ding ist hier etwa 2 Stunden alt...



Auf ein zweites Fohlen einer anderen Stute wird noch gewartet. Wir hoffen, dass es noch vor unserer Abreise geboren wird...

Leben auf der Ranch - 3. Woche
Mittwoch, 12. Oktober 2011 - 02:36

Auch wenn wir vom im Internet angekündigten "erstklassigen" Wein noch nichts getrunken, keine Aperitivs am Pool genommen und auch kein selbstgebackenes Brot bekommen haben ;-) geht es
uns jetzt ganz gut hier.

Unser mittlerweile immer grösser gewordenes Unwohlsein haben wir auf den Tisch gebracht. Auch wenn wir ganz und gar nicht gleicher Meinung sind - letztendlich sind wir froh, dass man  wieder offen und freundlich mit uns umgeht. Hört man ab und zu ein nettes, freundliches Wort ist der Tag O.K.

Und wir lernen (meist im Selbststudium) Spanisch und planen die anschliessende Reise in Argentinien. Der Bueb ärgert sich täglich über sein "Schulprogramm", das seine Eltern für ihn bereithalten :-) Aber wir kommen ganz gut voran.

D'Fätzehaar liebt es der Gastgeberin bei den täglichen Aufgaben mitzuhelfen. Sie kocht, geht mit zum Einkaufen, spielt mit der 13-monatigen Tochter der Familie. Beide Kinder füttern die Hühner, arbeiten im Garten, holen das Schaf aus dem Stall und streicheln es (leider nicht immer ganz sachte). Und sie lieben es, mit Schaf und Hund herumzurennen.



Das Huhn, dass die letzten 21 Tage auf 16 (!!) Eiern gesessen ist hat es offenbar vergebens getan: alle Eier sind verfault - die arme Henne! Schade - die Kinder hätten gerne die jungen "Bibeli" gesehen und die Henne tut uns allen richtig leid. Man hat sich sogar überlegt, wie man der Henne zu ihren Kücken verhelfen könnte... (Kücken kaufen?)

 



Ab und zu darf eines der Kinder kurz auf's Pferd. Dä Bueb hat den Gaul mittlerweile bereits ohne Führung auf die Weide zurückgebracht.
Joe hat seinen ersten "Notabstieg" vom Pferd gut überstanden. Pferd und Reiter sind wohlauf und es ist nix passiert. Ohne Sattel reiten ist halt nicht ganz so einfach... und "dä Muäder" konnte sich leider nicht überwinden, aufs Pferd zu sitzen. Seit dem "Unfall" am ersten Tag, wo d'Fätzehaar wirklich beinahe vom Pferd überrannt wurde, ist ihre Angst vor den Viechern zu gross als dass sie mit ihnen vernünftig umgehen könnte...

      



Gestern hat es endlich richtig schön geregnet hier. Jetzt hoffen wir für die Menschen hier, dass das das Ende der Trockenzeit ist, die Wasserknappheit dem Ende zugeht, der Frühling kommt und die Landschaft richtig grün wird. In der Stadt Cordoba, die in einer Art "Kessel" oder Mulde liegt und wo offenbar die Strassen keine Wasserabflüsse haben, gibts auch schon die ersten Überschwemmungen der Strassen...


Neben dem üblichen "Landleben" machen wir ab und zu einen Ausflug in die Gegend. Wir waren z.Bsp. in Jesus Maria und sind auf der längsten Plantanen-Allee der Welt gefahren.

 
15 km geht es so weiter...



Heute Sonntag wollten wir zu einem Rodeo fahren. Leider wurde es aufgrund der doch recht heftigen Niederschläge von gestern kurzfristig abgesagt. (für diese Veranstaltungen gibt es weder eine "offizielle" Ankündigung noch eine Absage)
Wir fuhren dann zum Staudamm in Rio Ceballo und einer Fischzucht etwas weiter in den Bergen.

Die Gastfamilie ist sehr musikalisch - bzw. sind Musiker. Der Gastgeber "Ri" spielt Gitarre und sein 20-jähriger Sohn Klavier. "Ri" hat uns letzte Woche an ein Klavierkonzert seines Sohnes an der Uni Cordoba mitgenommen. Er spielte fantastisch - auch wenn die Stücke sein Können nicht wiederspiegelten (Aussage seines Vaters ;-) und wir finden, dass sie für uns "einfache Leute" etwas schwer "zugänglich" waren (alles Claude Debussy - wem sagt das etwas? ;-)


Und ich frage mich, wo genau in Argentinien man jetzt eigentlich diese offenbar schönsten Männer der Welt findet... (das stand irgendwo in einer Zeitschrift. Oder war's ein Reiseführer?)

zurück in die Gegenwart: Schnelle Pferde
Montag, 10. Oktober 2011 - 04:04

Pferderennen Hipodroma Cordoba

Das erste, was uns beim Eintreten in Areal begegnete waren keine Pferde... nein - es war dieser schon fast betörende Geruch einer "Asado" (Grillade). Ziemlich unkompliziert wird hier die glühende Kohle am Boden verteilt und ganze, gutgesalzene Fleischstücke auf einem einfachen Rost grilliert. Es wird Kiloweise verkauft - dazu gibts Brot und viel Salat.



Überhaupt herrschte hier ein fröhliches, munteres Durcheinander von Menschen, Düften, ungewohnten Lauten. Es gab Verkaufsstände für uns unbekanntes Pferdezubehör oder für altes Geschirr und Spielsachen. Teilweise waren die Menschen freudig-aufgeregt, andere wirkten ziemlich abgeklärt und gelassen. Und es waren viele Menschen - viele Männer, einige Frauen und Kinder...


So - aber jetzt zu den Pferden - darum gehts ja schliesslich :-)

     

Vor jedem Rennen werden erst die Pferde und die Jockeys den Zuschauern vorgeführt. Die Pferde wirken ziemlich angespannt und nervös... Einige werden ihre "Powerdrinks" bekommen haben. 


sehen so Sieger aus?


Dann geben die routinierten Pferderennenbesucher an den verschiedenen Orten ihre Wetten ab. Wir haben nicht so genau verstanden, wie das funktioniert - sdeluigis haben also keine Wetten abgeschlossen.



auf diese beiden Pferde hat niemand gewettet... 

 

Anschliessend werden die Pferde noch ein bisschen warm gelaufen und nacheinander in ihre Startboxen gebracht.



Und dann: klar - Tor auf - los gehts!!

Bis zu 14 Pferde laufen gleichzeitig eine Strecke von bis zu 2000 m.

Die Viecher sind schon unglaublich kraftvoll. Ein wirklich schöner Anblick. Jeder Muskel der Tiere scheint austrainiert. 

Während eines Rennes wird es laut und angespannt auf der Tribüne. Beim Zieleinlauf lässt dann jeder seinen Emotionen über gewonnenes oder verlorenes Geld freien Lauf. 

Und es geht wieder los mit dem Begutachten der Pferde des nächsten Rennens.

 
Zwischen den Rennen (und das kann manchmal ganz schön lange dauern) gibts Live-Musik und Leute tanzen. Es wird gegessen, Mate-Tee getrunken, geplaudert, gesungen, gelacht, gespielt, neue Freundschaften geschlossen und alte Bekannte wiedergetroffen.

     
offenbar ein Volkstanz                                                                           mir zwei

   
            dä Bueb                                                         und                        d'Fätzehaar

    
auch hier werden die Rennen verfolgt...

 

die zweite Woche auf der Farm
Donnerstag, 6. Oktober 2011 - 23:58

Wir leben jetzt schon seit mehr als einer Woche auf der Farm.

Seit ein paar Tagen schwirrt hier ein Virus herum. Wir, d.h. auch die Gastfamilie - erbrechen und haben Durchfall. Alles läuft ein bisschen auf "Halbmast".
Erst hat es "Joe" erwischt - dann die Familie die hier wohnt. Mittlerweile geht es ihnen aber wieder gut. Und gestern Nacht hat d'Fätzehaar angefangen... Jetzt warten wir eigentlich nur darauf, bis "dä Bueb" auch anfängt zu erbrechen :-( Die Stimmung ist gedämpft. Im Moment ist es draussen 36 Grad heiss und wir hocken in unseren Zimmern und trinken Schwarztee.
Wir wissen nicht genau ob es an dieser Magendarmsache liegt - aber um ehrlich zu sein fühlen wir uns manchmal nicht ganz so willkommen hier bei der Familie... Bis jetzt... wir schauen jetzt mal wie es sich weiterentwickelt...
Die einmalige Reitstunde von "Joe" wurde nicht wiederholt. Dafür lernen wir Spanisch.

Trotz allem haben wir es als Familie sehr gut - die Kinder haben grossen Spass und wirken sehr glücklich. Hier gibt es neben den Pferden auch ein lieber Hund und ein junges Schaf.
Ausserdem haben wir Dinge erfahren, die wir ohne die Familie hier vermutlich nicht erlebt hätten. Letzte Woche konnten wir (ohne Kinder) miterleben, wie die Gaucho's hier ein Kalb schlachten. Der "Herr" des Hauses hat uns mitgenommen - er half da tatkräftig mit... Urchig aber "sauber". Gestern machten wir einen Ausflug nach Cordoba.

 
Am Sonntag sitzen wir am Fluss mit den Einheimischen



so werden Autos verkauft: Flasche drauf und fertig ;-) Ob dieses Exeplar zu einem guten Preis weggeht?


  
das schmalste Gebäude der Welt ?  @ Cordoba                             sdeluigis @ Fussgängerzone Cordoba
 
  
Basilica de Santo Domingo @ Cordoba                                         innen


Gedenkstätte an die getöteten Menschen aus Zeiten der Militärdiktatur (die Namen in Form von Fingerabdrücken)




Hier noch die etwas "blutigen" Fotos...
     
das Kalb wird aufgehängt und das Fell sorgfältig abgelöst    das Fell wird zum konservieren mit Salz bedeckt       "Mona" macht halbe Sache...
wir üben uns im Nichtstun
Donnerstag, 6. Oktober 2011 - 23:52

Nach einem 11 Stunden Flug sind wir hier in Argentinien angekommen. Wir sind auf einer Farm rund 30 Autominuten von Cordoba entfernt.



Nach der grossen "Aufregung" am ersten Tag (d'Fätzehaar wurde fast vom Pferd überrannt - kam mit einer Prellung am Bein davon und dä "Bueb" wurde sozusagen von einem Zaundraht aufgerollt, in den er ungebremst gerannt ist, geht mittlerweile alles ruhigere Wege... Wir üben uns im Nichtstun... und Mate-Tee trinken.

Ausser einer Reitstunde für "Joe" und den verschiedenen kurzen Ausflügen in der Gegend hier machen wir eigentlich einfach nichts... und so schlecht ist es gar nicht.

Uns geht es allen relativ gut - auch wenn die Kinder ab und zu von ihrer Müdigkeit und vom Heimweh übermannt werden. Aber wer soviel Zeit hat bekommt auch mal eher etwas Heimweh - so ist es halt...


   
"...in einem unbekannten Land *dödöm dödöm dödöm*, vor gar nicht allzu langer Zeit....  *sing*



  
Dem Bub haben wir nicht mehr erlaubt, das Vieh zu halten... Er hat ihm trotz Warnung den Kopf streicheln wollen und dem nicht wirklich "zutraulichen" Tier den Finger vor den Mund gehalten... Gut war das Tier noch etwas verschlafen und hat nicht gleich zugebissen!
"sie schnappen zu, drehen sich x-mal pro Sekunde und reissen einem so den Finger ab"



Im Winter ist es hier offenbar trocken und karg. Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet. Es ist jetzt Frühling hier und Regen wird sehnlichtst erwartet. Dann soll hier alles grün werden.

    
erster Reitversuch
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